Verfahren zu Siemens-KHBG-Millionenbetrug in Vorarlberg wächst

Aufschrift mit Siemens
Zwei weitere Beschuldigte, WKStA ermittelt inzwischen gegen 27 Personen. Ein Verfahren per Diversion eingestellt.

Die Beschuldigtenzahl in der Causa um mutmaßliche Millionen-Betrügereien mit Scheinrechnungen bei der Vorarlberger Siemens-Niederlassung, weiteren Firmen sowie der Vorarlberger Krankenhausbetriebsgesellschaft (KHBG) wächst noch immer. 

Bei den Ermittlungen hätten sich zwei neue Beitragstäter ergeben, derzeit ermittle man daher gegen 27 Beschuldigte, so die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) am Montag zur APA. Ein Verfahren wurde per Diversion eingestellt.

Im Dezember 2025 sei ein Vorhabensbericht zu einer der beschuldigten Personen ergangen. Gegen die Zahlung von 5.000 Euro erfolgte per Diversion die Einstellung dieses Verfahrens, so eine Sprecherin. Ein Ende der Ermittlungen in der im Sommer 2023 publik gewordenen Betrugscausa ist aber weiter nicht absehbar.

Manipulierte Rechnungen

Im Zentrum stehen ein ehemaliger Manager der Siemens-Niederlassung sowie ehemalige Mitarbeiter der Bauabteilung der KHBG. Diese sollen seit 2013 für Spitalsbauprojekte manipulierte Rechnungen erstellt haben. Versteckt hinter schwer nachprüfbaren Positionen mit fantasievollen Bezeichnungen sollen sie Gelder veruntreut haben.

Es wird von mehreren hundert Einzelfällen ausgegangen, die Aufarbeitung gestaltet sich schwierig. Die Höhe des entstandenen Schadens ist weiter offen, er geht in die Millionen. Betroffen sind neben der KHBG auch weitere Vorarlberger Firmen.

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