Lawinenabgang am Arlberg: Lech und Zürs von Außenwelt abgeschnitten
Die starken Schneefälle im Arlberggebiet sorgten am Samstag für Dramatik: Nachdem am frühen Samstagnachmittag eine Lawine die Straße nach Lech/Zürs verlegt hatte, beschloss die Lawinenkommission, dass die Flexen- und die Arlbergstraße aus Sicherheitsgründen bis mindestens Sonntagfrüh geschlossen bleiben. Die beiden Arlberg-Orte sind damit nicht mehr erreichbar und von der Außenwelt abgeschnitten.
Die Lawine ist laut ORF zwischen Flexengalerie und dem Kreisverkehr Zürs auf der Trittkopfseite im steilen Gelände abgegangen und hat die Straße auf einer Länge von rund zehn Metern verlegt. Sofort wurde mit Sondierungsarbeiten begonnen. Nach Angaben der Landespolizeidirektion konnten weder Menschen noch Autos unter den Schneemassen gefunden werden. Am Samstagnachmittag wurden bereits erste Lawinensprengungen durchgeführt.
Gesperrt sind damit die Flexenstraße und die Arlbergstraße - Tirol ist somit bis Sonntagfrüh von Westen nur durch den Arlbergtunnel erreichbar. Sonntagfrüh soll die Lawinenkommission entscheiden, ob die Sperre wieder aufgehoben werden kann oder nicht, erklärte der Lecher Bürgermeister Gerhard Lucian.
An- und Abreisetag
Besonders bitter ist, dass am Samstag Urlauberschichtwechsel und daher ein stark frequentiert An- und Abreisetag ist: In den Niederlanden haben etwa die sogenannten Krokusferien begonnen, in manchen deutschen Bundesländern enden die Faschings-/Winterferien.
Entsprechend groß waren die Folgen für den Individualkverkehr in die Skigebiete und von diesen weg: Der Stau auf der S16 (Arlberg-Schnellstraße), der sich bereits kurz nach Mittag gebildet hatte, erreichte am Samstagnachmittag nach Angaben des ÖAMTC seinen Höhepunkt: Rund 20 Kilometer Stau verzeichnete der Club zwischen Bings und Langen in Richtung Tirol.
Zwischen Stuben und St. Christoph war die Verbindung wegen der Schneemassen schon länger nicht befahrbar.
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