Tiroler Wisent-Kuh "Ina" im Kaukasus in die Freiheit entlassen
"Ina" kommt aus dem Innsbrucker Alpenzoo
Der WWF Österreich freut sich über den erfolgreichen Transport von 18 Wisenten nach Aserbaidschan. Die Tiere – darunter die Wisent-Kuh „Ina“ aus dem Innsbrucker Alpenzoo – sind Teil eines Auswilderungsprojekts zur Wiederansiedlung im Kaukasus, wo die Wildrinder vor rund 100 Jahren verschwunden sind, teilte die Organisation mit.
„Ein Wisent-Transport ist eine große Herausforderung – von der Auswahl der Tiere über die Organisation bis zur sicheren Ankunft vor Ort. Umso mehr freut es uns, dass alles reibungslos geklappt hat und wir damit einen wichtigen Beitrag zur Rettung der Kaukasus-Wisente leisten können”, sagt WWF-Experte Karim Ben Romdhane, der den Transport nach Aserbaidschan begleitet hat.
Projekt läuft seit 2019
In den nächsten Monaten werden die Tiere in einem Auswilderungsareal am Fuße des Kaukasus beobachtet und an das Leben in ihrer neuen Heimat gewöhnt, bevor sie in die Wildnis entlassen werden. Der WWF arbeitet bereits seit 2019 gemeinsam mit internationalen Partnerorganisationen daran, die Wisente in die Kaukasus-Region zurückzubringen.
"Inzwischen wurden 64 Wisente nach Aserbaidschan gebracht, die sich erfolgreich fortpflanzen. Allein im vergangenen Jahr wurden neun Kälber geboren. Das ist ein Paradebeispiel für den internationalen Artenschutz”, sagt Ben Romdhane. Mit der aktuellen Umsiedlung steige die Zahl der Wisente im Shahdag Nationalpark auf rund 90 Tiere an.
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