Tötung und Suizid in Tirol: Bub von Mutter offenbar ertränkt
Die 48-jährige Frau und ihr Sohn wurden im Februar tot in der Kitzbüheler Wohnung gefunden.
Im Fall einer im Februar tot im Tiroler Kitzbühel aufgefundenen 48-Jährigen und ihres fünfjährigen Sohnes gibt es nun Klarheit über die Todesursache des Kindes. Der Bub soll ertränkt worden sein, berichtete das Landeskriminalamt am Dienstag. Dies ergab ein gerichtsmedizinisches Gutachten.
Die Ermittler waren davon ausgegangen, dass die Frau zunächst ihren Sohn und anschließend sich selbst getötet haben soll. Über das Motiv herrschte weiterhin Unklarheit.
Die Ermittlungen zum Motiv der Mutter seien noch nicht abgeschlossen, hieß es. Die Todesursache war nach der Obduktion zunächst unklar geblieben. Das Kind wies keine sichtbaren Merkmale von Gewalt am Körper auf. Daher wurde eine histologische und toxikologische Untersuchung angeordnet und eine mögliche Vergiftung wurde geprüft. Eine toxikologische Untersuchung verlief nun unauffällig.
Sie sind in einer verzweifelten Lebenssituation und brauchen Hilfe? Sprechen Sie mit anderen Menschen darüber.
Hilfsangebote für Personen mit Suizidgedanken und deren Angehörige bietet das Suizidpräventionsportal des Gesundheitsministeriums.
Unter www.suizid-praevention.gv.at finden sich Kontaktdaten von Hilfseinrichtungen in Österreich.
Bei der Mutter wurden keine Anzeichen auf Fremdeinwirkung festgestellt, daher ging die Polizei von einem Suizid aus. Die Leichen von Mutter und Sohn waren am 10. Februar in der Wohnung der Toten entdeckt worden. Die Tat soll sich einen Tag zuvor ereignet haben, hieß es von den Ermittlern. Der letzte telefonische Kontakt zum Familien- und Bekanntenkreis hatte zwei Tage zuvor stattgefunden.
Großeinsatz nach Fund der Leichen
Nach dem Fund der Leichen wurde jedenfalls ein Großeinsatz ausgelöst. Neben Ermittlern und Spurenexperten des LKA waren auch ein Rettungsteam samt Einsatzleitung und das Kriseninterventionsteam an Ort und Stelle.
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