Werkstattbrand in Stallhofen: Defekt im Sicherungskasten als Brandursache

Feuer zerstörte Werkstatt mit wertvollen Oldtimern in Stallhofen, Spezialeinheit Cobra musste Acetylengasflasche kontrolliert entleeren.
Zwei Polizisten in Kampfmontur halten Gewehre.

In Stallhofen bei Voitsberg brach Samstagfrüh ein Feuer in einer privaten Werkstatt aus. Der Brand erfasste auch eine darüberliegende Garage sowie eine angebaute Laube. Menschen und Tiere blieben bei dem Vorfall unverletzt, doch der entstandene Sachschaden ist beträchtlich, wie die Polizei Steiermark mitteilte.

In der vom Feuer betroffenen Garage befanden sich zwei Oldtimer-Pkw sowie drei Oldtimer-Motorräder mit einem Gesamtwert von mehreren zehntausend Euro. Besonders brisant war die Situation durch mehrere Schweißgeräte mit Gasflaschen, darunter eine Acetylengasflasche, die durch die Hitzeentwicklung hätte explodieren können. Um diese Gefahr zu bannen, wurde das Einsatzkommando Cobra hinzugezogen. Die Spezialeinheit beschoss die Flasche gezielt, um ein kontrolliertes Ausströmen des Gases zu ermöglichen.

Gefahrloses Betreten nicht möglich

Sechs Feuerwehren aus der Umgebung – Stallhofen, Södingberg, Voitsberg, Berndorf, Krems und Bärnbach – rückten mit insgesamt 13 Fahrzeugen und 83 Einsatzkräften an, um den Brand zu bekämpfen. Die betroffenen Gebäude wurden durch das Feuer schwer beschädigt. Da ein gefahrloses Betreten der Brandstelle bislang nicht möglich war, war die Untersuchung zur Brandursache voraussichtlich erst am Sonntag möglich.

Das Landeskriminalamt  und ein Brandsachverständiger der landesstelle für Brandverhütung stellten bei den Ermittlungen fest, dass der Brand im Hobbyraum, welcher unter der Garage angebaut ist, seinen Ursprung hatte. Das Feuer war mit hoher Wahrscheinlichkeit durch einen elektrischen Defekt im Sicherheitskasten ausgelöst worden. 

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