Hund statt Fuchs: Jäger erschoss irrtümlich Husky
VGT sieht illegales Wildgehege – Behörden sprechen von ordnungsgemäßer Auflassung.
Ein 48-jähriger Jäger im obersteirischen St. Marein im Mürztal hat am Dienstagabend offenbar versehentlich einen Hund erschossen. Der Mann gab an, dass er in der Dunkelheit etwa 20 bis 30 Meter von ihm entfernt einen Fuchs erkannt haben will.
Tatsächlich war es aber ein vierjähriger Husky-Australian-Shepherd-Mischling, der kurz zuvor nach einem Spaziergang einen wenige hundert Meter entfernten Hof allein verlassen hatte, hieß es am Freitag seitens der Polizei.
Füchse von Räude befallen
Der Jäger hatte sich am Dienstag auf einem Hochstand im Bereich eines verwilderten und mit Schnee bedeckten Wiesengeländes nahe St. Marein (Bezirk Bruck-Mürzzuschlag) auf die Lauer gelegt.
Er wollte Füchse jagen, da diese bereits zum Teil von der Räude befallen seien. Auch Fuchsköder seien deswegen bereits ausgelegt worden. Anrainer hätten davon gewusst. Gegen 19.45 Uhr entdeckte der Waidmann dann ein Tier und hielt es für einen Fuchs. Er schoss mit einem Schrotgewehr und erlegte es.
Erst als er nach dem vermeintlichen Fuchs sehen wollte, sei ihm aufgefallen, dass er irrtümlich einen Hund erlegt hatte. Er selbst informierte direkt im Anschluss die Polizei. Der Vorfall wird der Staatsanwaltschaft sowie der Bezirkshauptmannschaft in Form einer Sachverhaltsdarstellung angezeigt.
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