Crash in Graz: 17-Jähriger ohne Führerschein wollte Zeugin bestechen
Ein 17-Jähriger baute einen Unfall, belog aber zunächst die Polizei und bestach eine Zeugin. Damit kam er aber nicht durch (Symbolbild).
Mitte Jänner ereignete sich in Graz ein Unfall in der Triester Straße, bei dem ein 28-jähriger Grazer angab, dass er mit dem Unfallauto gefahren sei. Ein unbekannter Pkw habe abrupt den Fahrstreifen gewechselt und und ihn so abgedrängt. Weil er ausweichen musste, so der 28-Jährige, sei er gegen die Gehsteigkante geprallt und sei danach in zwei parkende Fahrzeuge geschleudert. Sein Beifahrer (17) sei dabei nicht verletzt worden. So schilderte der Grazer der Polizei jedenfalls den Unfallhergang am 18. Jänner.
Doch wie die Polizei ermittelte, stimmt diese Version nicht. Gelenkt wurde der Wagen vom 17-Jährigen, der keinen Führerschein besaß. Den wahren Sachverhalt brachte eine Zeugin ans Licht.
Bekannten überredet, vor Polizei zu lügen
Der junge Grazer soll den 28-Jährigen unmittelbar nach dem Unfall angerufen und überredet haben, sich als Lenker auszugeben. Die Zeugin habe der Unfalllenker laut Polizei noch am Unfallort mit einer größeren Geldsumme bestechen wollen, damit sie vor der Polizei eine falsche Aussage machte. Doch die Zeugin ließ sich nicht darauf ein und sagte den Beamten die Wahrheit.
Schließlich gaben die beiden Männer zu, dass sie falsche Aussagen gemacht haben. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Graz wegen falscher Beweisaussage, Vortäuschung einer strafbaren Handlung und Betrugs gegen die beiden laufen. Der 17-Jährige muss sich zusätzlich wegen Fahrens ohne Führerschein verantworten.
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