Ein Toter nach Lawinenabgang in den Schladminger Tauern

Ein vermisster Skitourengeher ist in den Schladminger Tauern tot geborgen worden.
Eine verschneite Straße in Radmer ist wegen Lawinengefahr gesperrt.

In den Schladminger Tauern im Salzburger Lungau ist ein vermisster Skitourengeher nach einem Lawinenabgang tot geborgen worden.

Der Mann, ein offenbar etwa 40-jähriger Urlauber, war seit Freitagnachmittag vermisst worden. Er dürfte auf der Plattenspitze (2.294 Meter) von einem Schneebrett mitgerissen und rund 2,5 Meter tief verschüttet worden sein. Ein Lawinenverschüttetensuchgerät führte er nicht mit sich.

Bereits am Freitagabend hatten rund 15 Bergretter nach dem Vermissten gesucht, den Einsatz jedoch wegen der einbrechenden Dunkelheit abgebrochen. Am Unfallort wurde ein großer Lawinenkegel entdeckt, in den eine Spur hinein-, aber nicht mehr herausführte.

Am Samstag wurde die Suche mit einem Großaufgebot fortgesetzt. Insgesamt standen 60 bis 70 Bergretter aus dem Lungau und Pongau, sechs Suchhunde sowie Kräfte der Alpin- und Flugpolizei im Einsatz.

Die Bedingungen erschwerten die Arbeiten erheblich: Dichter Nebel und Wind beeinträchtigten die Sicht. Schließlich konnte der Skitourengeher mit dem sogenannten RECCO-System geortet werden, das Reflektoren in Kleidung oder Ausrüstung erkennt.

Der Lawinenlagebericht vom Freitag hatte für das Gebiet ab 2.000 Metern Warnstufe 2 („mäßig“) ausgewiesen. Gewarnt wurde vor schwer erkennbaren Triebschneeansammlungen, die bereits bei geringer Zusatzbelastung ausgelöst werden können.

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