Chronik | Österreich
27.07.2018

Wolken könnten Mondfinsternis stören

In Ostösterreich stehen die Chancen deutlich schlechter, das Phänomen in seiner vollen Länge zu beobachten.

Es ist die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts. Doch die Wetterverhältnisse während der totalen Verfinsterung zwischen 21.30 und 23.14 Uhr versprechen keine uneingeschränkte Sicht auf das Naturschauspiel. Laut Thomas Krennert von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) ist der Westen des Landes allerdings bevorzugt: „Im Osten ist mit hoher bis mittlerer Restbewölkung zu rechnen.“

Diese Restbewölkung ist den kurzen, starken Gewittern der letzten Tage geschuldet, die heute Nachmittag erneut erwartet werden. Die gute Nachricht: Ab 20 Uhr sollte es trocken sein. Für die westlichen Bundesländer gibt der Experte zu bedenken, dass sich das Spektakel relativ knapp über dem Horizont abspielt. Interessierte sollten sich deshalb Anhöhen suchen, da die Sicht in Tälern sehr eingeschränkt sei.

Dasselbe gilt übrigens auch in Ostösterreich – trotz suboptimaler Voraussetzungen steigt die Wahrscheinlichkeit einen schönen Blick zu erhaschen mit den Höhenmetern und freiem Blick Richtung Südosten, wo der Mond im Schatten der Erde verschwindet. Zudem empfiehlt es sich, die Mondfinsternis außerhalb der Stadt zu verfolgen, um so weitestgehend der Lichtverschmutzung zu entkommen.

Planetenfans sollten sich also trotz der Wolken nicht entmutigen lassen und auf die ein oder andere Wolkenlücke warten. Immerhin bietet die Verfinsterung die Chance bis in die Milchstraße und die Planeten Venus, Jupiter, Saturn und Mars zu sehen.

- Markus Strohmayer