Wienerin der Woche: Die "Science Oma" Sabine Martin-Jell
Wenn es nach Sabine Martin-Jell gegangen wäre, „dann hätte ich nach der Matura an der Montanuni in Leoben Petrochemie studiert und nach dem Studium auf einer Bohrinsel gearbeitet“.
Doch damals, 1980, war die Welt noch nicht bereit für Frauen in der Erdölgewinnung. Die sehr gute Schülerin in Mathe und Chemie am Gymnasium in Hollabrunn inskribierte daher nolens volens an der Hochschule für Welthandel in Wien, aus der nur ein paar Jahre später die Wirtschaftsuniversität Wien hervorging.
Zum ausführliichen KURIER TV-Gespräch mit Sabine Martin-Jell
Nicht, dass ihr in den 27 Jahren in der „Forschungsstiftung für Internationale Entwicklung“ fad gewesen wäre, aber lieber erzählt die Mutter zweier Töchter und Großmutter von ihrer neuen Berufung: „Seit genau einem Jahr bin ich eine ,Science Oma‘.“
Gemeinsam mit anderen Frauen in ihrem Alter wurde Sabine Martin-Jell im Institute of Science & Technology Austria in Klosterneuburg auf ihre Einsätze in Volksschulen vorbereitet. Dort hält sie jetzt Workshops, in denen sie Mädchen und Buben die DNA der Erdbeere veranschaulicht, Kristalle erzeugt oder einen Lichtstrahl steuert.
Zu Jahresbeginn hat die leidenschaftliche Wissenschaftsvermittlerin mit anderen „Science Omas“ einen gleichnamigen Verein gegründet, um das Projekt fortführen zu können.
Der Verein hat bereits 100 Frauen 60+ auf den Plan gerufen, es gibt Anfragen von Schulen aus ganz Österreich. „Was uns noch fehlt, das sind Förderer.“
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