Chronik | Österreich
29.11.2018

Bis zu 13 Grad: Milder Start in den Advent

Schon der November war überdurchschnittlich warm.

Der November war überdurchschnittlich warm, zu Wochenbeginn startet der Dezember zumindest mal recht mild. In den kommenden Tagen wird das Wetter in Österreich aber zuerst einmal zweigeteilt sein. Im Westen soll es mild werden, dafür erwartet die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Samstag im Osten des Landes Schneefall.

Vor allem im Osten und Südosten liegen am Freitag über Becken und Tälern anfangs Nebel oder Hochnebel zäh. Darüber scheint jedoch zumindest noch zeitweise die Sonne. Im Tagesverlauf breiten sich aber dichte Wolken von Vorarlberg langsam in Richtung Osten auf alle Landesteile aus und lösen schließlich auch letzte Nebelreste ab. Bis zum Abend muss außerdem vom Bodensee entlang der Alpennordseite bis ins westliche Niederösterreich mit Regen oder Schneefall gerechnet werden. Dabei kann es vor allem in Oberösterreich örtlich glatt werden. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.500 Meter Seehöhe im Westen und tiefen Lagen im Osten. Es weht schwacher, im Osten auch mäßiger bis lebhafter Wind aus Südost. Die Frühtemperaturen werden minus acht bis plus vier Grad betragen, tagsüber minus zwei bis plus neun Grad Celsius.

Schneefall und Regen am Wochenende

Von Salzburg und Oberösterreich ostwärts muss am Samstag während der Vormittagsstunden noch örtlich mit Regen oder Schneefall gerechnet werden. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.000 Meter Seehöhe im Westen und tiefen Lagen im äußersten Osten. Nachmittags lässt schließlich der Niederschlag ganz nach, die Chancen auf Sonnenschein steigen. Überall sonst gibt es hingegen einen Wechsel aus Sonnenschein und dichten Wolken, mit dem meisten Sonnenanteil im Süden. In den Abendstunden verdichten sich jedoch von Westen die Wolken erneut. Der Wind weht meist nur schwach aus unterschiedlichen Richtungen. Temperaturen: In der Früh minus fünf bis plus vier Grad, tagsüber minus zwei bis plus zehn Grad. Die tiefsten Werte werden im Osten gemessen.

Abschnittsweise gibt es im Osten und Süden am Sonntag sonnige Auflockerungen, sonst ziehen oft dichte Wolken durch. Eine Störung erreicht den Westen, diese bringt hier im Tagesverlauf Niederschläge. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1.600 und deutlich über 2.000 Meter. Langsam setzt sich auch in der Osthälfte des Bundesgebietes mildere Luft durch, vor allem auf den Bergen wird es deutlich wärmer. Der Wind weht schwach bis mäßig, im Westen teils lebhaft aus südlicher Richtung. Frühtemperaturen minus vier bis plus ein Grad, im Westen bis zu fünf Grad. Die Tageshöchsttemperaturen betragen zwischen ein und elf Grad Celsius.

Milder Wochenbeginn

Das freundlichste Wetter gibt es am Montag in den Landesteilen südlich des Alpenhauptkammes. Dort scheint oft sogar überwiegend die Sonne. Sonst liegen noch Reste einer Störung über Österreich, immer wieder regnet es. Am häufigsten fällt Regen entlang der Alpennordseite. Die Schneefallgrenze liegt meist um oder sogar über 2.000 Meter. Der Wind legt allmählich zu und frischt vor allem in Vorarlberg und Tirol im Laufe des Tages oft kräftig auf. Die Windrichtung ist dort Südwest. Frühtemperaturen: Null bis acht Grad, Tageshöchsttemperaturen zwischen acht und 13 Grad.

Am Dienstag ist dann eine Nordwestströmung wetterbestimmend. Mit dieser treffen einige Wolkenfelder ein, die sich hauptsächlich an der Alpennordseite etwas stauen können. Leichte Regenfälle sind dort möglich, oberhalb von 1.200 bis 2.000 Meter schneit es. Immer wieder gibt es aber auch Auflockerungen und sonnige Phasen, am häufigsten scheint die Sonne im Süden. Der Wind weht mäßig bis lebhaft aus West bis Nordwest. Die Frühtemperaturen betragen Null bis sieben Grad, die Tageshöchsttemperaturen fünf bis elf Grad.

Novemberrückblick: Föhnig und warm

An der Alpennordseite verlief der November außerordentlich sonnig und mit einer Abweichung von rund 2,2 Grad deutlich wärmer als im langjährigen Mittel, dafür verantwortlich war laut den Experten von UBIMET eine lang andauernde Föhnphase Anfang des Monats. In der zweiten Monatsdekade stellte sich das Wetter allmählich um. Die föhnige Wetterphase sowie die teils trockene Ostströmung schlug sich auch in der Sonnenscheinbilanz nieder. Mit 161 Sonnenstunden wurden die meisten Sonnenstunden am Hahnenkamm in Tirol verzeichnet. Allgemein übertraf die Sonne von Vorarlberg bis zum westlichen Niederösterreich ihr Soll. „In Bad Aussee schien die Sonne fast doppelt so lange, wie in einem durchschnittlichen November“, sagt UBIMET-Chefmeteorologe Manfred Spatzierer. Trüber als üblich war es dagegen von Osttirol über Kärnten bis zur Oststeiermark.

 

Der Kälteeinbruch erfolgte in der zweiten Monatshälfte – vor allem im Osten. Dafür verantwortlich war das Einsickern kalter Luftmassen aus Russland. In Zusammenhang mit Italientiefs gab es dabei auch im Flachland den ersten Schnee der Saison: Am 20. war vor allem Kärnten von teils kräftigem Schneefall betroffen, am 27. schneite es dann im östlichen Bergland kräftig. Zudem gab es Ende November auch die ersten Eistage der Saison.

 

2018 war ziemlich warmes Jahr

Die vier vergangenen Jahre waren nach Angaben der Weltwetterorganisation (WMO) die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen in der Mitte des 19. Jahrhunderts. 2018 war nach den vorläufigen Analysen das viertwärmste seit Messbeginn. Auch die vergangenen zwei Jahrzehnte seien besonders warm gewesen, teilte die WMO am Donnerstag in Genf mit. Die 20 wärmsten Jahre lagen in den vergangenen 22 Jahren.

Für 2019 sieht es ähnlich aus: Die WMO schätzt die Chance, dass in den nächsten drei Monaten das Wetterphänomen El Nino beginnt, auf 75 bis 80 Prozent. Das alle paar Jahre auftretende Klimaphänomen führt zu Dürren in den Tropen und reduziert unter anderem die Kapazität von Wäldern, CO2 aufzunehmen. "Wenn sich El Nino entwickelt, dürfte 2019 noch wärmer werden", so die WMO.

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