Eine Wanderin macht Rast am Giglachsee in der Steiermark: Am Wochenende soll es in Österreich einen sommerlich angehauchten Herbst geben.

© Steiermark Tourismus

Wetter
10/25/2013

Wetterprognose: Noch nicht zu spät für die kurze Hose

Mildes Herbst-Wochenende mit bis zu 25 Grad steht bevor.

Ein paar Nebelfelder in der Früh, hie und da eine Wolke, kaum Wind und jede Menge Sonne, dazu noch Temperaturen bis 25 Grad - das kommende Wochenende dürfte sich laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) spätsommerlich präsentieren. Grund dafür ist eine Strömung aus Spanien, die besonders in den Föhnregionen für ausgesprochen warmes Wetter sorgt. Für die kurze Wanderhose ist es also noch nicht zu spät. Erst am Dienstag zieht eine Störungsfront über Österreich, die Regenschauer mitbringt.

Ein neuerlicher Wintereinbruch ist im Oktober laut Wetterdienst UBIMET übrigens nicht mehr zu erwarten. "Somit steht jetzt schon fest, dass der Monat um 1 bis 3 Grad zu warm ausfallen wird“, sagt Meteorologe Andreas Brömser.

Über den Niederungen im Norden, Osten und Südosten sind am Freitag verbreitet Nebel- und Hochnebelfelder anzutreffen. Diese halten sich vor allem im Osten gebietsweise ganztägig. Außerhalb der Nebelzonen sowie im Bergland oberhalb von 700 bis 1.000 Meter ist es sonnig, nur harmlose Schleierwolken zieren den Himmel. Lediglich in den südwestlichen Staulagen gibt es etwas mehr Wolken. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Ost bis Südwest, entlang der Alpennordseite wird es wieder leicht föhnig. Frühtemperaturen sechs bis 13 Grad, Tageshöchstwerte je nach Nebel und Sonne zwischen 14 und 23 Grad.

Am Samstag sind zunächst vor allem in den Niederungen und entlang der Seen und Flüsse gebietsweise Nebelfelder zu erwarten. Diese lösen sich aber meist im Laufe des Vormittags auf. Sonst scheint verbreitet die Sonne, ein paar harmlose hohe Wolken stören dabei kaum. Der Wind weht schwach bis mäßig meist aus Südost bis West. Frühtemperaturen sechs bis zwölf Grad; Tageshöchstwerte 16 bis 24 Grad.

In den Niederungen bilden sich Sonntagfrüh wieder häufig Nebel-und Hochnebelfelder. In den Tälern löst sich der Nebel meist rasch auf, gebietsweise länger trüb bleiben kann es allerdings im östlichen Flachland und in den Beckenlagen im Süden. Außerhalb der Hochnebelzonen sowie auf den Bergen scheint dagegen die Sonne weitgehend ungestört, dazu wird es sehr mild. Erst zum Abend hin ziehen in den äußersten Westen ein paar Wolken. Oft weht der Wind schwach bis mäßig aus Südwest bis Südwest, im Westen gibt es Föhn-Böen. Frühtemperaturen sechs bis zwölf Grad; Tageshöchstwerte 17 bis 23 Grad - mit Föhnunterstützung sind örtlich sogar 25 Grad möglich. Wärmer wird es auch in Italiens Hauptstadt Rom nicht.

Im Südwesten gibt es am Montag stärkere Wolkenfelder, dazu regnet es stellenweise ein wenig. In den Senken im Süden und Südosten können sich Hochnebelfelder örtlich auch länger halten. Sonst scheint nach Auflösung einiger Restwolken der Nacht meist die Sonne. Der Wind aus Südost bis Südwest weht schwach bis mäßig, im Osten und in den Föhn-Regionen im Westen teils auflebend. Frühtemperaturen sieben bis 15 Grad; Tageshöchstwerte 16 bis 22 Grad.

Am Dienstag ist eine Störungszone am Vormittag bereits im Westen aktiv und überquert das Land im Tagesverlauf südostwärts. Damit sind in allen Landesteilen zumindest zeitweise dichte Wolken mit Regen möglich. Länger anhaltend regnet es im Südwesten, nur wenig Niederschlag fällt im Nordosten. Der Wind weht mäßig, mitunter auch etwas auflebend aus Südwest bis Nordwest. Frühtemperaturen zwischen sechs und 13 Grad; Tageshöchstwerte 13 bis 23 Grad - mit den höchsten Werten im Südosten.

Zum aktuellen Wetter auf KURIER.at

2,5 Millionen Österreicher leiden unter Wetterfühligkeit

Rund 2,5 Millionen Österreicher leiden unter Wetterfühligkeit. Seelisches Unwohlsein verstärkt die Anfälligkeit. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Umfrage des Linzer Meinungsforschungsinstitutes "Spectra" bei mehr als 11.000 Personen ab 15 Jahren zwischen September 2012 und August 2013.

Demnach erklärten 35 Prozent der Österreicher, sie würden sich von Wetterfühligkeit betroffen fühlen, die sich unter anderem mit Kopf- und Gliederschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Reizbarkeit und allgemeinem Unwohlsein bemerkbar macht. Das sind hochgerechnet 2,5 Millionen Menschen. Frauen spüren die Wetterkapriolen wesentlich häufiger als Männer: Das Verhältnis beträgt 44 zu 25 Prozent.

Überdurchschnittlich häufig leiden Landwirte, Arbeiter und einfache Angestellte unter gesundheitlichen Auswirkungen, deren Ursache sie im Wetter sehen. Leitende Angestellte und Beamte sowie Freiberufler und Selbstständige sind weniger betroffen.

Trübes Gemüt fühlt sich eher krank

Die Meinungsforscher fanden auch einen Zusammenhang zwischen Stimmungslage und Wetterfühligkeit heraus. Demnach sind in der Gruppe von Personen, die ihr Seelenleben als "bewölkt" oder gar "regnerisch" einstufen, 50 Prozent zu finden, die durch das Wetter bedingte gesundheitliche Beschwerden haben. Dagegen liegt ihr Anteil bei Menschen, deren Stimmung einem "strahlend blauen Himmel" gleicht, bei nur 30 Prozent. Ebenso bezeichnen sich 43 Prozent jener, die mit Sorge in die Zukunft blicken, als wetterfühlig, bei den Zuversichtlichen sind es nur 30 Prozent.

Finanziell schlechter gestellte Personen sind eher anfällig als solche mit mehr Geld in der Tasche. Auch das Alter spielt eine Rolle. 24 Prozent der 15- bis 19-Jährigen sagen von sich, sie würden Einflüsse des Wetter verspüren. Dieser Anteil steigt bis auf über 50 Prozent in der Altersgruppe 70 plus. Ein Vergleich mit einer früheren Umfrage aus dem Jahr 1993 zeigt, dass der Anteil bei den Über-50-Jährigen seither abgenommen, dafür aber bei den 15- bis 19-Jährigen leicht zugenommen hat.

Schöner Herbst von A bis Z

Jederzeit und überall top-informiert

Uneingeschränkten Zugang zu allen digitalen Inhalten von KURIER sichern: Plus Inhalte, ePaper, Online-Magazine und mehr. Jetzt KURIER Digital-Abo testen.

Kommentare