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Viehzucht
12/20/2016

Vorarlberger Kuhglockenstreit beigelegt: Tiere erhalten GPS

Außergerichtliche Einigung zwischen Vermieter und Landwirt. Der Ferienhaus-Besitzer beklagte sich, dass Gäste durch Geläute um Nachtruhe gebracht werden.

Der Streit um den Lärm von Kuhglocken in der Vorarlberger Gemeinde Zwischenwasser (Bezirk Feldkirch) ist beigelegt. Der Kläger, ein Vermieter von Ferienwohnungen, und ein Landwirt einigten sich außergerichtlich darauf, die Kühe, die auf einer Wiese nahe des Ferienhauses weiden, mit GPS auszustatten, berichtete der ORF Vorarlberg.

Mithilfe der GPS-Sender - jede Kuh wird künftig einen um den Hals tragen - weiß der Bauer nun jederzeit, wo sich seine Tiere befinden. Das System wurde eigentlich für Hunde erfunden, eignet sich aber auch für den Streitfall. Die Kosten von rund 3.000 Euro übernimmt der Vermieter, die Gerichtskosten hat der Landwirt zu tragen.

Glocken vor Gericht mitgebracht

Beide Seiten zeigten sich mit der nunmehr erzielten Einigung zufrieden. „Wir haben genau das erreicht, was wir gewollt haben - und ich hoffe, dass der Landwirt eine Riesengaudi hat mit dem GPS“, sagte der Ferienhaus-Vermieter gegenüber den „VN“. Der Beklagte ließ seitens seines Anwaltes ausrichten, der Vergleich werde den Interessen beider Seiten gerecht.

Der Kuhglockenstreit hat die Vorarlberger Gerichte bereits seit Juli 2015 beschäftigt. Der Anbieter von Ferienwohnungen sah seine Gäste durch das Gebimmel von Kuhglocken um ihre Nachtruhe gebracht und hatte den Bauern verklagt. Bereits am ersten Verhandlungstag fuhren Kläger und Angeklagter starke Geschütze auf. So brachte der Landwirt kleine Glocken - Ziegenglockengröße - mit, das Exemplar seines Gegenspielers war etwa um das Sechsfache größer. Mit lautem Gebimmel machte der Ferienhaus-Vermieter seinem Ärger Luft.

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