Bei bis zu 30.000 PCR-Tests täglich sei „nicht  mehr viel Luft nach oben“, so Labormediziner Hörmann.

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Chronik Österreich
07/14/2021

Verwirrung um sprunghaften Anstieg in Kärnten: Zählweise war Schuld

Der Ausschlag in der Kärntner Corona-Statistik machte sich am Mittwoch mit 50 Neuinfektionen gewaltig aus. Davon fielen jedoch nur acht tatsächlich auf Kärnten.

Verwirrung hat es am Mittwoch rund um die Zahl der für Kärnten verzeichneten Corona-Neuinfektionen gegeben. Wies die offizielle Statistik in den vergangenen 24 Stunden 50 Neuinfektionen für Kärnten aus, so wurden im Bundesland tatsächlich nur acht positive PCR-Tests verzeichnet. Grund dafür ist, dass positiv Getestete sowohl am Ort des positiven Tests gezählt werden, als auch an jenem Ort, an dem sie ihren Hauptwohnsitz haben.

Der Ausschlag in der Kärntner Corona-Statistik machte sich am Mittwoch mit 50 Neuinfektionen gewaltig aus: So viele an einem Tag waren zuletzt im Mai verzeichnet worden, seitdem war die Zahl kontinuierlich gesunken. Eine solche Zahl hätte auch gleichzeitig fast eine Verdoppelung der aktuell Infizierten im Bundesland bedeutet. Tatsächlich wurden in den vergangenen 24 Stunden aber nur acht positive PCR-Tests in Kärnten verzeichnet.

Zählweise sei Schuld an vermeintlichem Anstieg 

Wie Gerd Kurath vom Landespressedienst am Mittwoch auf APA-Anfrage sagte, würden die Zahlen "nicht das tatsächliche Infektionsgeschehen im Land" widerspiegeln. Grund für den sprunghaften Anstieg der vermeintlichen Neuinfektionen sei die Zählweise: Studenten oder Saisonarbeiter außerhalb Kärntens, die noch ihren Hauptwohnsitz in Kärnten haben, kommen sowohl am Ort der positiven Testung als auch in ihrem Heimatbundesland in die Statistik. "Auch bei Gastro-Praktikanten aus Wien, die bei uns positiv getestet wurden, war das der Fall", sagte Kurath.

Dies sei schon immer so gehandhabt worden, sei aber bisher wohl nicht mit so großen Unterschieden aufgefallen, weil die Infektionszahlen allgemein niedrig waren. Sehr wohl gemerkt habe man das aber an Datenbereinigungen, die es in Kärnten in den vergangenen Wochen immer wieder gegeben hatte, und die teilweise zu einer negativen Zahl bei den täglichen Neuinfektionen geführt hatte. Mit der Zeit werden eben positive Fälle aus dem Datensatz jenes Bundeslandes genommen, in dem der oder die positiv Getestete gerade nicht wohnt.

Unterdessen ist in Kärnten am Mittwoch ein weiterer Fall der Delta-Variante bestätigt worden. Mit diesen neuen Fall aus dem Bezirk Wolfsberg wurden bisher acht Delta-Fälle und ein Gamma-Fall in Kärnten bestätigt.

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