© Elisabeth Holzer

Chronik Österreich
07/31/2020

Vermeintliches Pkw-Fahrverbot: "Unsere Aktion will anecken"

Aktivisten hinter gefälschten "Infoschreiben" in Graz deklarierten sich mit "Bekennerschreiben", bleiben aber anonym.

von Elisabeth Holzer

Ab Oktober seien keine SUVs mehr in weiten Teilen von Graz erlaubt, ab Frühjahr dann überhaupt keine Autos mehr. Pkw könnten aber gegen Fahrräder eingetauscht werden.

Spätestens da war klar, dass es sich bei den täuschend echt aussehenden "Infoschreiben der Stadt Graz" sowie einer eigens dazu gestalteten Hompeage um einen Schwindel handelte.

"Täter" meldeten sich

Während das offizielle Graz vor einer Betrugsmasche warnte - die Täter könnten ja gar private Daten über die Homepage absaugen wollen -, deklarierte sich in der Nacht zum Freitag jene Gruppe, die dahinter steckt.
 

Mittels "Bekennerschreiben" an Medien gab man bekannt, dass die "Aktion anecken will, Diskussionen anregen und aufzeigen, wie die Welt aussehen könnte". Denn die "Mobilität in Graz stinkt wörtlich zum Himmel", formulieren die Kritiker, die weiterhin anonym bleiben: "Der Alltag wird geprägt von Lärm, Abgasen und einer völlig unverhältnismäßigen Platzaufteilung für die Automobilität."

Man habe viele positive Rückmeldungen erhalten, freut sich die Gruppe. Was sie nicht freue, sei der Umstand, von der Stadt in ein kriminelles Eck gerückt worden zu sein. "Mit ihrer aggressiven Betrugsrhetorik schifft sie elegant an den angestoßenen Inhalten vorbei." Die Webseite sei als Informationsmedium gedacht gewesen.

Ihre Seite ist übrigens noch online.

 

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