Chronik | Österreich
07.11.2018

Unwetter: Bund hilft mit 102 Mio. Euro aus Katastrophenfonds

Beschlossen wurde von der Bundesregierung am Mittwoch auch Unterstützung für mehrere afrikanische Länder.

Die Bundesregierung hat am Mittwoch 102 Millionen Euro für die von Unwettern betroffenen Bundesländer aus dem Katastrophenfonds zur Verfügung gestellt. Kärnten und Osttirol seien hauptbetroffen, er habe sich selbst ein Bild an Ort und Stelle gemacht, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) nach dem Ministerrat im Pressefoyer: "Das Schadensausmaß ist ein gravierendes."

In der vergangenen Woche seien weite Teile des Landes von schweren Unwettern heimgesucht worden, stellte Kurz fest. In Kärnten habe er sich gemeinsam mit Landeshauptmann Peter Kaiser (SPÖ) und der zuständigen Ministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) ein Bild von der Lage gemacht. Kurz bedankte sich im Pressefoyer auch bei den Einsatzkräften und den freiwilligen Helfern für ihre Arbeit.

"Rasch und unbürokratisch"

Die Mittel des Katastrophenfonds sollen nun "rasch und unbürokratisch" helfen. 102 Millionen Euro stehen seitens des Bundes zur Verfügung, dazu kommen noch Mittel der Bundesländer und der Gemeinden, erklärte Kurz. Die Aufräumarbeiten seien nun im Gange, auch werde erst das genaue Schadensausmaß erhoben. Sobald die Schäden aber feststehen und berechnet wurden, können die Gelder abgeholt werden.

Beschlossen wurde von der Bundesregierung am Mittwoch auch Unterstützung für mehrere afrikanische Länder. Aus dem Auslandskatastrophenfonds stehen demnach 6,5 Millionen Euro für Menschen in den ärmsten Gegenden bereit. Laut Außenministerin Karin Kneissl ( FPÖ) geht die Hilfe an Äthiopien, den Südsudan, Uganda, den Tschad und Ägypten.