Chronik | Österreich
11.08.2018

Eltern sterben bei Autounfall auf der Inntalautobahn

Die beiden Söhne, sowie der dreijährige Enkelsohn werden bei dem Unfall schwer verletzt.

Nach einem schweren Verkehrsunfall einer Familie am Samstagmittag auf der Inntalautobahn in Tirol herrscht Rätselraten über die Unfallursache. Die Eltern überlebten den Unfall nicht, ihre zwei Söhne sowie der dreijährige Enkelsohn wurden schwerst verletzt. Das Unfallwrack wurde beschlagnahmt, auch eine Obduktion des Lenkers wurde angeordnet.

Fünf Personen eingeklemmt

Die Unfallopfer stammen aus Kufstein. Die Familie dürfte noch nicht lange unterwegs gewesen sein. Wenige Kilometer nach Kufstein, auf der Höhe von Langkampfen, soll der 54-jährige Fahrer laut Zeugenaussagen ein anderes Fahrzeug mit etwa 100 km/h überholt haben. Danach raste er ungebremst quer über alle Spuren, den Pannenstreifen und über eine Böschung hinab. Schließlich krachte das Auto seitlich gegen einen Baum, der sich zwischen A- und B-Säule bohrte. Ein Großaufgebot an Einsatzkräften, darunter 30 Feuerwehrleute und 20 Sanitäter, raste zum Unfallort. Auch drei Notarzthubschrauber wurden alarmiert.

"Beim Eintreffen waren fünf Personen eingeklemmt", berichtet Hans-Peter Wohlschlager, Kommandant der Feuerwehr Kufstein. Der Familienvater sowie die 43-jährige Mutter waren da jedoch bereits verstorben.

"Heftiger Einsatz"

Der kleine Bub saß noch angeschnallt in seinem Kindersitz rechts hinten im Fond. Sein 20-jähriger Vater sowie der 15-jährige Sohn der Familie mussten aus dem völlig zerstörten Wrack geschnitten werden. Der Jüngere war bei dem Unfall über den Fahrer hinweg gegen die Windschutzscheibe katapultiert worden.  

Alle drei wurden mit teils lebensgefährlichen Verletzungen mit den Notarzthubschraubern in die Spitäler Salzburg und Innsbruck geflogen. "Es war ein sehr heftiger Einsatz für uns", zeigt sich Kommandant Wohlschlager geschockt. Einige Kameraden hätten die Opfer gekannt.

Die Ermittlungen waren Samstagabend noch nicht abgeschlossen. Laut Polizei kann ein technischer Defekt des Autos ebenso wenig ausgeschlossen werden wie ein medizinischer Notfall des Fahrers. Bremsspuren wurden keine festgestellt. 

Die A12 musste für die Dauer des Rettungs- und Bergeeinsatzes gesperrt werden. Erst nach rund drei Stunden wurde sie wieder für den Verkehr geöffnet.