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Chronik Österreich
05/29/2019

Truppentransport für US-geführte Militärgroßübung durch Österreich

500 britische Soldaten und 243 Militärfahrzeuge durchfahren zwischen Ende Mai und Anfang Juli Österreich.

Wegen einer weiteren multinationalen Militärgroßübung unter Führung der US-Armee werden Truppenkonvois durch Österreich fahren. Wie das Verteidigungsministerium am Mittwoch in einer Aussendung mitteilte, nehmen an der Übung "Swift Response 19" in Bulgarien, Kroatien und Rumänien rund 500 Soldaten und 243 Militärfahrzeuge aus Großbritannien teil.

Diese würden im Zeitraum 29. Mai bis 5. Juli in Konvois von Deutschland kommend nach Slowenien und retour Österreich durchfahren. Die Übung selbst findet vom 11. bis 24. Juni statt. Im Mai und Juni 2019 gibt es gleich drei große US-geführte multinationale Übungen am Balkan und in der Schwarzmeerregion: "Saber Guardian 19", "Immediate Response 19" und "Swift Response 19".

An der Übung "Swift Response" nehmen laut US-Armee die Luftstreitkräfte von acht NATO-Staaten - Kanada, Frankreich, Deutschland, Italien, den Niederlanden, Spanien, Großbritannien und den USA - teil. Trainiert werden sollen unter anderem Lufteinsätze.

 

Täglich maximal 15 Kolonnen mit maximal 20 Fahrzeugen

Um die Truppentransporte in den Verkehr einzubinden und Staus zu vermeiden, seien spezielle Maßnahmen getroffen worden, hieß es. Pro Tag durchfahren Österreich maximal bis zu 15 Kolonnen mit maximal je 20 Fahrzeugen und einem Abstand von einer Stunde zwischen den Kolonnen. Die Fahrtstrecke führt über Suben (Bezirk Schärding) über die A9 nach Spielfeld (Bezirk Leibnitz).

Durch die Unterstützung des Transits generiert das Bundesheer nach eigenen Angaben "einen Mehrwert in den Bereichen der logistischen Aus-, Fort- und Weiterbildung und nutzt die Gelegenheit für ein 'On-the-Job-Training'" im Bereich Transportmanagement. Die dem Bundesheer im Zusammenhang mit dem Transit entstehenden Kosten würden vom Verursacher refundiert. Die Grundlage für die Durchfahrt von ausländischen Armeen ist das "Truppenaufenthaltsgesetz 2001". Ein entsprechender Antrag wurde durch das Verteidigungsministerium im Einvernehmen mit dem Außenministerium genehmigt.