Chronik | Österreich
07.11.2018

Tirol: Unwetter zerstörte 1.300 Hektar Wald

Der Gesamtschaden beträgt laut Landesangaben vom Mittwoch 27 Millionen Euro.

Die Unwetter mit Föhnsturm, die Ende Oktober über Tirol gezogen sind, haben in den hiesigen Wäldern rund 1.300 Hektar Wald vernichtet. Der Gesamtschaden beträgt laut Landesangaben vom Mittwoch 27 Millionen Euro. Neben dem wirtschaftlichen Ausfall sei es auch eine Frage der Sicherheit. Denn 70 Prozent der durch den Sturm schwer geschädigten Waldflächen erfüllten eine Schutzfunktion.

Insgesamt seien etwa 500.000 Kubikmeter Schadholz in den heimischen Wäldern zusammengekommen. Neben dem hauptsächlich betroffenen Bezirk Lienz gab es auch Schäden in Tux sowie im Wipp- und Gschnitztal.

1, 5 Millionen Bäume benötigt

"Wir stehen in der Tiroler Waldwirtschaft vor riesigen Herausforderungen und beginnen umgehend mit der Abarbeitung des Schadereignisses", sagte der für die Agenden Wald und Katastrophenschutz zuständige LHStv. Josef Geisler (ÖVP). Auf den betroffenen Schutzwaldflächen werde der Forstdienst gemeinsam mit den Landwirten so schnell wie möglich mit den Aufräumarbeiten und der Aufforstung beginnen. Ersten Schätzungen zufolge werden für die Aufforstung allein im kommenden Jahr 1,5 Millionen Bäume benötigt.

Geisler richtete einen Appell an die heimische Holzindustrie, bevorzugt heimisches Schadholz zu fairen Preisen abzunehmen. Damit würden nicht nur Arbeitsplätze gesichert, auch die Wertschöpfung bleibe im Land, so Geisler.