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Chronik Österreich
09/23/2019

Tirol: Suche nach Verschütteter nach Explosion in Supermarkt

Neun Menschen wurden verletzt. Eine verschüttete Frau befindet sich noch im brennenden Gebäude. Eine Gasleitung war beschädigt worden.

von Christian Willim

In einem Lebensmittelmarkt in St. Jodok am Brenner in Tirol ist es am Montagvormittag zu einer Explosion gekommen. Dabei sind neun Menschen verletzt worden. Dies sagte eine Sprecherin der Rettung.

Wie die Polizei inzwischen mitteilte, befindet sich indes noch eine verschüttete Person im brennenden Gebäude. Es soll sich um eine 91-jährige Frau handeln, die in dem Gebäude gewohnt hat. Sie soll gebrechlich gewesen sein. "Bauarbeiter hatte zunächst noch versucht, die Frau aus den Trümmern zu bergen. Die war allerdings nicht gelungen", berichtet Burkhard Kreutz, der Polizei-Einsatzleiter. Auch der Sohn der Frau versuchte noch bis zuletzt, seine Mutter zu retten, ehe er das Gebäude fluchtartig verlassen musste.

Die Frau war aber bereits eingeklemmt, weshalb der Zeuge den Rettungsversuch abbrechen musste. Auch aus dem angrenzenden Gebäude mussten noch Personen evakuiert werden. Derzeit läuft die Suche nach frt Verschütteten.

Weitere eingeklemmte Personen dürfte es aber nicht geben.

TIROL: EXPLOSION FORDERTE OFFENBAR MEHRERE VERLETZTE

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46-149361958

Die Ursache für die Explosion war vorerst unklar. Allerdings gab es etwas entfernt ein Leck in der Gasleitung, das bei Bauarbeiten entstanden ist. Laut Einsatzleiter Kreutz haben die Baurbeiter den Schaden bemerkt und den Gasanbeiter TIGAS verständigt, dass das Gas abgestellt werde. Wenig später kam es zur Explosion. Es wurden Menschen, die sich im Laden als auch davor aufhielten, verletzt.

Die Detonation war so stark, dass in einer benachbarten Bank Fenster zerbarsten. Eine Angestellte erlitt ein Knalltrauma.

Klaus Ungerank, Bürgermeister der Gemeinde, zeigt sich nach Eintreffen am Unglücksort in einer ersten Stellungnahme gegenüber dem KURIER tief bestürzt: "Es hat eine riesige Gasexplosion gegeben. Ein Haus ist eingestürzt. Es schaut katastrophal aus." Schon von weitem sieht man Rauchwolken aufsteigen.

Sieben Menschen haben ihr Zuhause verloren, berichtet der Ortschef. In dem Gebäude - einem alten Bauernhaus samt Anbau - lebten unter anderem ein Landwirt und der Ladenbesitzer mit ihren Familien. Sie sind die Söhne der 91-Jährigen.

 

 

Von den geborgenen Patienten befindet sich laut der Sprecherin der Rettung keiner in Lebensgefahr: „Es musste niemand in den Schockraum eingeliefert werden.“

Die neun Verletzten wurden in die Innsbrucker Klinik und in das Krankenhaus Hall in Tirol gebracht.

Zwei Notärzte und sechs Rettungswagen waren an Ort und Stelle. Durch die Explosion wurde ein Brand ausgelöst. Die Löscharbeiten waren noch im Gange.

Die Explosion hatte sich um 11.20 Uhr ereignet . Unter anderem waren Polizei, Feuerwehr und Rettung am Einsatzort.

Die Anwohner wurden wegen der starken Rauchentwicklung ersucht, die Fenster geschlossen zu halten