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Insolvenz
12/10/2018

Tief greifende Pleite mit Erdwärme-Bohrungen

Das Unternehmen soll geschlossen und verwertet werden.

von Kid Möchel

Saftige Anfangsverluste, ein Preisverfall durch die Wirtschaftskrise und Restrukturierungsmaßnahmen, die nicht tief genug gingen. Die Firma Erdwärme Bohr- und Service GmbH, kurz EWBS GmbH, mit Sitz in Leoben hat ein Konkursverfahren beantragt. Das bestätigen die Gläubigerschutzverbände Creditreform und KSV1870 dem KURIER. Unternehmensgegenstand sind Tiefenbohrungen für Erdwärmeanlagen, das Tätigkeitsfeld umfasst praktisch ganz Österreich. Das Unternehmen gehört je zur Hälfte Peter Gänsler und Roswitha Rossmann.

Der Hintergrund

„Bereits bei Gründung des Unternehmens sind Anfangsverluste entstanden, welche über die Jahre mitgezogen werden mussten. Darüber hinaus hat es zum Zeitpunkt der Wirtschaftskrise in den Jahren 2011 / 2012 einen entsprechenden Preisverfall gegeben“, heißt es im Konkursantrag. „Das Unternehmen konnte aufgrund eines bestehenden Kontokorrentkredits weitergeführt werden, wobei seitens der Hausbank dem Unternehmen auch ein Sanierungsexperte beigestellt wurde.“ Nachsatz: „ Es wurde versucht, Restrukturierungsmaßnahmen durchzuführen, welche jedoch letztlich nicht zuletzt auch aufgrund der Umsatzentwicklung nicht Platz greifen konnten.“ Doch jetzt ist das Geld endgültig ausgegangen.

Schulden und Vermögen

Die Passiva werden mit knapp 827.000 Euro beziffert, das Vermögen mit 62.500 Euro, davon entfallen 47.000 Euro auf freie Kundenforderungen. Es gibt es aber auch noch drei Fahrzeuge: einen Iveco-Kastenwagen, ein Mitsubishi L200 und einen Fiat Ducato. Wert: rund 5500 Euro. Die eigentlichen Bohrgeräte stehen nicht im Eigentum des schuldnerischen Unternehmens, diese gehören der Firma Gänsler Consulting.

„Es ist geplant, das schuldnerische Unternehmen zu schließen und es sollen vom Insolvenzverwalter - im Einvernehmen mit dem Geschäftsführer des schuldnerischen Unternehmens - die vorhandenen Aktiva bestmöglich verwertet werden“, heißt es weiter. Zwölf Mitarbeiter verlieren ihre Jobs.

Bereits im Geschäftsjahr 2016 betrug der Bilanzverlust 260.000 Euro, der Verlustvortrag aus den Vorjahren fast 240.000 Euro und die Verbindlichkeiten 921.000 Euro.

 

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