Kinderpornographie

© APA/dpa/Wolfram Kastl / Wolfram Kastl

Chronik Österreich
07/02/2020

Steirer soll Deutsche zum Missbrauch ihrer Tochter angestiftet haben

Der Verdächtige ist laut Polizei einschlägig vorbestraft. Während der Polizeibefragung erhielt er über sein Handy Kinderpornos.

Ein Obersteirer soll eine Deutsche dazu gebracht haben, ihre zwölfjährige Tochter zu missbrauchen und davon kinderpornografisches Material anzufertigen. Der Mann wurde bei einer Hausdurchsuchung Anfang Juni festgenommen. Noch während der Befragung langten auf seinem Handy kinderpornografische Inhalte ein. Die Ermittler informierten die deutsche Polizei, die Frau wurde in Berlin geschnappt.

Bekannt geworden war die Sache am Dienstag, als deutsche Medien über eine entsprechende Aussendung des Polizeipräsidiums Karlsruhe berichteten. Bei der Landespolizeidirektion Steiermark bestätigte man die Sache. Ermittler des Landeskriminalamtes (LKA) hatten am 8. Juni eine von der Staatsanwaltschaft Leoben angeordnete Hausdurchsuchung bei dem 43-jährigen Obersteirer durchgeführt. Der einschlägig vorbestrafte Mann soll kinderpornografische Inhalte besessen und weitergegeben haben, teils via Social-Media. Bei der Durchsuchung wurden Datenträger sichergestellt.

Bei der ersten Einvernahme war der 43-Jährige teils geständig und gab an, die Inhalte an eine „Userin“ im Netz verschickt zu haben, wie die Landespolizeidirektion Steiermark am Donnerstag mitteilte. Kinderpornografisches Interesse bestritt der Mann jedoch. Schon da erhärtete sich der Verdacht der Kriminalisten, dass der Obersteirer die vorerst unbekannte Deutsche zur Durchführung von sexuellen Handlungen an ihrem minderjährigen Kind angestiftet haben soll. Davon soll er immer wieder Fotos und Videos erhalten haben.

Kinderpornografie via Handy erhalten

Noch während der Einvernahme erhielt der 43-Jährige plötzlich eine Nachricht mit ebensolchem pornografischen Inhalt von der Frau. Die steirischen Kriminalisten reagierten sofort, über das Bundeskriminalamt in Wien wurde das Polizeipräsidium Karlsruhe informiert. Dieses führte in der Folge eine Hausdurchsuchung an einer im Landkreis Karlsruhe ermittelten Adresse sowie die Festnahme der 47-Jährigen durch. Die Frau hielt sich nicht zuhause auf, sie wurde in Berlin gestellt.

Die Ermittlungen gegen den Steirer sowie die Auswertung der Datenträger dauern noch an, sagte ein Polizeisprecher zur APA: „Der Mann gilt als der Anstifter.“ Die Frau soll laut deutscher Polizei keine weiteren Kinder missbraucht haben. Die Zwölfjährige befindet sich in der Obhut deutscher Behörden.

Wie im Fall der Mutter liegen beim Steirer - es gab einen Haftantrag der Staatsanwaltschaft Leoben - offenbar keine Haftgründe mehr vor: „Ein zwischenzeitlich erlassener Haftbefehl wurde außer Vollzug gesetzt, nachdem die Haftgründe der Verdunkelungsgefahr und der Wiederholungsgefahr nicht mehr vorliegen“, wurde von der Staatsanwaltschaft Karlsruhe mitgeteilt.

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