Staus am ersten Ferienreisewochenende befürchtet

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Chronik Österreich
06/26/2019

Staus unausweichlich: Erste Urlauberreisewelle rollt an

Ferienbeginn in Ostösterreich, Tschechien, der Slowakei und einigen deutschen Bundesländern. A2 besonders betroffen. Auch die Formel 1 startet.

von Elisabeth Holzer

"Da wird's sicher ein bisserl zwicken", überlegt Gilles Dittrich von der ÖAMTC-Verkehrsabteilung und meint damit die Südautobahn. Sie ist wegen mehrerer Baustellen zwischen Niederöstereich und Kärnten schon an normalen Tagen nicht lustig für Kfz-Lenker, aber am kommenden Wochenende dürfte sich der Spaß am Autofahren dann endgültig aufhören: Die erste Urlauberreise-Welle steht bevor.

Nicht nur ein Teil der österreichischen Schüler - aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland  - startet am Samstag in die Sommerferien, sondern auch ihre Kollegen aus sechs deutschen Bundesländern, Tschechien und der Slowakei. ÖAMTC-Experte Dittrich rechnet bereits ab Freitagmittag mit großem Verkehrsaufkommen, das sich erfahrungsgemäß am Samstag steigern wird.  "Das wird der stärkste Tag. Ab 9 Uhr ist mit starkem Verkehr rechnen und zwar bis in die Abendstunden."

Die neuralgischen Stellen

Für die Autofahrer heißt das Stau ertragen und Geduld beweisen. Doch die neuralgischen Punkte sind bekannt:

Die Baustellenbereiche der A 2 bei  Aspang, Grimmenstein, Hartberg, Waltersdorf, Riegersburg, Packsattel, Pörtschach-West und Wernberg.

Auf der A 4 dürften die Baustellen im Bereich Fischmaned ebenso zu Verzögerungen führen, Wartezeiten wird es auch an Grenzübergang in Nickelsdorf geben, gleiches an der Grenzstelle in Suben auf der A 8.

Auf der A 9 gibt es ebenfalls noch eine Baustelle im Bereich Leibnitz-Vogau. Dazu kommen mögliche Verzögerungen an den Maustellen Gleinalmtunnel und Bosruck sowie am Grenzübergang Spielfeld.

Eine der im Reiseverkehr am stärksten befahreren Strecken ist die A 10. Baustellen gibt es im Bereich Puch - Hallein sowie im Pongau. Außerdem staut es sich regelmäßig im Großraum Salzburg sowie an der Mautstelle St. Michael. "Das wird einer der stärksten Hotspots", befürchtet Gilles Dittrich. Oftmals überlastet sind auch die A 11 vor dem Karawankentunnel, die A 12 an der Grenzstelle Kufstein und die A 13 an der Mauststelle Schönberg. Auf de A 13 gibt es zudem noch Baustellenbereiche (Europabrücke und bei Matrei).

Stau wird auch auf der S 6 bei Langenwang befürchtet, dort gibt es eine Baustelle.

Allerdings machen sich die Autofahrer am Wochenende nicht nur Richtung Urlaub auf. Viele wollen auch die Formel 1 in Spielberg sehen. Die Anfahrt zum Red Bull Ring wird laut ÖAMTC bereits am Donnertsag einsetzen, da reisen erfahrungsgemäß die Camper an.

Lieber früher zum Grand Prix

Für  Motorsportfans, die mit dem Pkw kommen, ist erfahrungsgemäß der Renntag selbst der härtete Tag: Auf der S 36 muss mit Wartezeiten und Stop & go-Verkehr gerecnet werden. Auch der Autobahnknoten St. Michael in der Obersteiermark sowie die B 78 (Obdacher Straße)  und die B 317 (Friesacher Straße) sind an Grand Prix-Tagen bekannte Staufallen. Der ÖAMTC-Experte rät, früh loszufahren.

Allerdings kommen sich Reisewelle und Formel-1-Fantrupp vermutlich nicht in die Quere: "Das tangiert nicht unbedingt", überlegt Gilles Dittrich.