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Verkehr
04/17/2019

Staugefahr zu Ostern: Wo mit Verzögerungen zu rechnen ist

Gründonnerstag, Karfreitag und Ostermontag werden die stärksten Reisetage. Auch mit vollen Zügen wird gerechnet.

von Konstantin Auer

Schon ab Gründonnerstag ist mit Osterverkehr zu rechnen. Die erste starke Reisewelle setzt am Nachmittag und Abend von Deutschland, wo am Karfreitag alle frei haben, über Oberösterreich, Niederösterreich und das Burgenland Richtung Ungarn ein. Betroffen sind vor allem die Autobahnen A8, A1 und A4. Zusätzlich beginnen die Osterferien in Rheinland-Pfalz, dem Saarland und Sachsen. Das werden viele unserer nördlichen Nachbarn für einen Kurzurlaub in den Skigebieten oder am Mittelmeer nutzen.

Am Karfreitag beginnt dann der typische Ausflugs- und Reiseverkehr Richtung Süden in Westösterreich. Mit Staus und Verzögerungen ist auf der Fernpassstrecke, auf der Tauern-, Inntal- und Karawankenautobahn sowie am Brenner zu rechnen. Stauen kann es auch auf der Phyrnautobahn Richtung Slowenien.

 

Rückreiseverkehr

An Karsamstag und Ostersonntag dürfte es auf Österreichs Straßen etwas ruhiger werden. Da das Wetter sonnig (mit Höchstwerten zwischen 17 und 24 Grad) werden soll, kann das aber auf bekannten lokalen Ausflugsstrecken zu großem Verkehrsaufkommen führen. Betroffen sind das oberösterreichische Seengebiet, die Wachau, die noch geöffneten Skigebiete sowie die Strecken Richtung Weinviertel und Tschechien.

Ab Ostermontag setzt dann der Rückreiseverkehr ein. ÖAMTC und ARBÖ warnen vor allem am Montagabend und am Dienstag vor Staus an den Grenzübergängen bei Nickelsdorf und Spielberg, in Suben, am Walserberg sowie in Kufstein. Auf den Zufahrtsstraßen zu den Ballungsräumen - vor allem auf Süd- und Ostautobahn - kann es zu Kolonnenverkehr kommen.

 

Zahl der NRW-Pendler wächst weiter

"Man soll sich auf Staus vorbereiten"

Gründonnerstag und Ostermontag werden die stärksten Reisetage. Heimo Gülcher vom ÖAMTC rät dazu, mehr Zeit einzuplanen. "Bei so viel Verkehr reicht ein kleiner Unfall oder eine Panne und es entsteht ein Stau", sagt er. "Es wird eine Geduldsprobe", bestätigt auch Thomas Haider vom ARBÖ, "aber großes Chaos wird nicht ausbrechen". Man solle sich vorbereiten und genügend Getränke und leichten Proviant ins Auto mitnehmen, empfiehlt der Verkehrsexperte.

Samstag und Sonntag wären die einfacheren Reisetage, sind sich die Verkehrsexperten einig. Vor allem die Rückreise am Montagabend sollte man, wenn möglich, umgehen.

Volle Züge

Auch für ÖBB und Westbahn sind die Osterfeiertage starke Reisetage. Die ÖBB stellen deshalb in der ganzen Osterwoche bis einschließlich Dienstag 18.000 zusätzliche Sitzpläze und 15 zusätzliche Züge zur Verfügung.

BAHN KV - ÖSTERREICHWEITE WARNSTREIKS BEI EISENBAHNEN

Außerdem wird die Kapazität der Züge auf der West-, Süd- und Tauernstrecke durch den Einsatz weiterer Garnituren und Wagen erhöht. Am Gründonnerstag und am Karfreitag ist mit den vollsten Zügen Richtung Westen zu rechnen. Am Ostermontag findet dann die Rückreise Richtung Wien statt.

Auch die Westbahn wird bei den stärkstfrequentierten Zügen mehr Wägen einsetzten. Beide Bahnanbieter empfehlen Sitzplatzreservierungen. "Gut ist es auch immer, antizyklisch zu fahren: Wer es sich einrichten kann, schon am Freitagvormittag zu reisen oder erst am Samstag loszufahren, wird mit einer weniger starken Auslastung rechnen können", heißt es bei der Westbahn