Chronik | Österreich
19.06.2018

Stadt Klagenfurt segnete Teilprivatisierung des Flughafens ab

Gemeinderat stimmte mit großer Mehrheit zu.

Nach dem Land Kärnten hat am Dienstagabend auch die Stadt Klagenfurt, bisher mit 20 Prozent am Flughafen Klagenfurt beteiligt, der Teilprivatisierung des Airports zugestimmt. In einer Sondergemeinderatssitzung stimmten die Gemeinderäte mit großer Mehrheit zu, es gab nur vier Gegenstimmen.

Davor hatte Investor Franz Peter Orasch, der 74,9 Prozent der Flughafen-Betriebsgesellschaft übernimmt, dem Gemeinderat seine Pläne präsentiert. Dafür wurde auf seinen Wunsch hin die Öffentlichkeit von der Sitzung ausgeschlossen. Die Begründung: eine öffentliche Diskussion über die Strategie könnte der Flughafen-Betriebsgesellschaft Wettbewerbsnachteile einbringen. Die Stadt hat als Gesellschafter eine Treuepflicht, daher wurde über die Zukunft des Airports hinter verschlossenen Türen debattiert.

Mit dem Beschluss der Stadt steht der Übernahme durch Oraschs Lilihill Capital Beteiligung GmbH wohl nichts mehr im Wege, eine Zustimmung der Wettbewerbsbehörde vorausgesetzt. Land Kärnten und Stadt Klagenfurt behalten die Sperrminorität von 25,1 Prozent der Anteile. Das Closing soll nun binnen drei Monaten erfolgen.