Chronik | Österreich
26.04.2018

Staatsanwaltschaft stellte Ermittlungen gegen "EU-Bauer" ein

Tisal hatte im vergangenen Sommer mit einem Facebook-Posting für Wirbel gesorgt, in dem er gegen Flüchtlinge wetterte.

Die Staatsanwaltschaft hat die Ermittlungen gegen den "EU-Bauer" und ehemaligen Kärntner Faschingsakteur Manfred Tisal eingestellt. Tina Frimmel-Hesse, Sprecherin der Staatsanwaltschaft Klagenfurt, bestätigte am Donnerstag auf APA-Anfrage eine entsprechende Presseaussendung von Tisals Anwalt. Gegen Tisal war wegen des Verdachts der Verhetzung ermittelt worden.

Wie der Anwalt schrieb, sei es Tisal nicht darauf angekommen "die Menschenwürde der Flüchtlinge zu verletzen, beziehungsweise zu Hass aufzustacheln", der Verhetzungstatbestand sei daher nicht verwirklicht worden.

Tisal hatte im vergangenen Sommer mit einem Facebook-Posting für Wirbel gesorgt. Darin hatte er gegen Flüchtlinge "mit Adidasschuhen, Nike-Leiberln und Diesel-Jeans mit Smartphones", die diesen gratis zur Verfügung gestellt würden, gewettert. Er hatte sie auch als "politisch legitimierte Sozialschmarotzer" bezeichnet. Der ORF beendete daraufhin die Zusammenarbeit mit Tisal, beim Villacher Fasching hatte er schon zuvor aufgehört. Von den Freiheitlichen wurde er hingegen für zahlreiche Veranstaltungen engagiert.