Winter-Comeback: Am Arlberg liegen wieder 1,5 Meter Schnee

Lawinenwarnstufe 4 und Schnee bis Mittwoch. Der Winter erlebt ein eisiges Comeback.
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Der Winter hat Österreich wieder fest im Griff. Jedenfalls den Osten. Im Tiroler Ischgl wurde am Dienstagnachmittag eine Person bei einem Lawinenabgang leicht verletzt. Die Lawinensituation in Tirol blieb weiterhin kritisch, sogar in der Landeshauptstadt Innsbruck wurden Wanderwege auf der Nordkette gesperrt. Im westlichen Karwendelgebirge gilt - wie in großen Teilen Tirols - Lawinenwarnstufe 4 auf der fünfteiligen Skala.

Seit dem Wochenende war die Lawinengefahr insbesondere im Westen des Bundeslandes deutlich angestiegen. Neuschnee, Wind und eine instabile Schneedecke bergen hohe Risiken. Der Lawinenwarndienst des Landes rief zu äußerster Zurückhaltung auf. Erst am Sonntag starben zwei 37-jährige Snowboarder am Stubaier Gletscher im freien Gelände unter einer Lawine.

Am Arlberg hat intensiver Schneefall die Schneedecke in der Nacht auf Dienstag auf bis zu 1,5 Meter anwachsen lassen - oberhalb von 2.000 Metern gilt aktuell Warnstufe 4 (große Gefahr). 

Für Dienstagnachmittag ist erneut intensiver Schneefall angesagt, "deshalb dürfte die Lawinengefahr innerhalb der Stufe 4 weiter ansteigen", sagt Bernhard Anwander vom Lawinenwarndienst Vorarlberg gegenüber ORF.at.

Wie viel Schnee in der Nacht auf Dienstag am Arlberg gefallen ist, zeigt folgendes Video: 

Bis Mittwochmorgen schneit es laut uwz.at noch weiter, "Unwetterwarnungen sind aktiv und die Lawinenwarnstufe ist mit 4 von 5 hoch".

Dann soll der Winter aber endgültig wärmeren Temperaturen Platz machen. Nach dem Abklingen letzter Schneeschauer in der Früh im Nordosten trifft tagsüber eine Warmfront ein und bringt der Westhälfte zunehmend Schneefall und Regen, wobei die Schneefallgrenze tagsüber auf 1.000 Meter steigt. 

Mit dem nächsten Mittelmeertief wird die weitere Prognose unsicher. Voraussichtlich stauen sich am Donnerstag an der Alpensüdseite die Wolken und es beginnt bald zu regnen oder zu schneien. Zunächst noch freundlicher ist es an der Alpennordseite und im Norden, ausgedehnte Wolkenfelder ziehen aber bald überall durch. Im Laufe des Nachmittages können die Niederschläge dann auch auf andere Landesteile übergreifen. Die Frühtemperaturen betragen -9 bis 1 Grad, über -3 bis 5 Grad kommen sie nicht hinaus.

Vor allem entlang der Alpennordseite halten sich am Freitag zunächst tiefbasige Restwolken. Im Tagesverlauf setzt sich aber dann überall sonniges Wetter durch. Der Wind weht im Osten noch mäßig aus Nordwest. -10 bis -1 Grad hat es in der Früh, im Verlauf des Tages werden -1 bis 6 Grad erreicht.

Die gute Nachricht: Spätestens ab dem Wochenende bzw. ab Montag nächster Woche sollen die Temperaturen wieder deutlich hinaufklettern. 

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