Starker Schneefall: Tödlicher Verkehrsunfall in NÖ

ABD0031_20170108 - TULLN - ÖSTERREICH: Ein Schneeräumungsfahrzeug aufgenommen am Sonntag, 8. Jänner 2017, in Tulln in Niederöste… © Bild: APA/HERBERT PFARRHOFER

Auf der A2 überschlug sich ein Pkw und wurde von einem Kleintransporter gerammt.

Schneefälle haben am Mittwoch auch in Niederösterreich zu Behinderungen und mehreren Feuerwehreinsätzen nach Verkehrsunfällen geführt. Ein Fahrzeugüberschlag auf der A2 (Südautobahn) nahe Wöllersdorf endete für eine 29-Jährige tödlich, berichtete die Freiwillige Feuerwehr Wiener Neustadt.

Den Angaben zufolge hatte sich der Pkw mit Badener Kennzeichen kurz nach 6.00 Uhr überschlagen. Ein Kleintransporter dahinter konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und fuhr dem auf dem Dach liegenden Auto in die rechte hintere Seite. Beide Fahrzeuge verkeilten sich ineinander. Der Pkw wurde seitlich regelrecht aufgerissen. Ersthelfer zogen die Lenkerin aus dem Fahrzeug und begannen noch vor dem Eintreffen der Einsatzkräfte mit den Reanimationsmaßnahmen. Die Frau starb jedoch noch an der Unfallstelle. Der Fahrer des Kleintransporters wurde mit Verletzungen ins Krankenhaus eingeliefert.

Die A2 wurde für die Dauer des Einsatzes teilweise auf eine Spur verengt. Dadurch kam es zu Verzögerungen im Frühverkehr.

Sämtliche Straßenmeistereien im Einsatz

Kurz darauf kam ein Pkw auf der Autobahn beim Rastplatz Wiener Neustadt ins Schleudern. Für die FF Wiener Neustadt folgten noch drei weitere Fahrzeugbergungen. Solche absolvierten Einsatzkräfte auch im Bezirk Baden, weil Verkehrsteilnehmer mit ihren Fahrzeugen im Graben landeten. So musste etwa die B17 im Bereich Teesdorf wegen Bergungsarbeiten kurzfristig gesperrt werden, teilte das Bezirkskommando mit.

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Laut dem Landespressedienst waren in Niederösterreich am Mittwoch sämtliche Straßenmeistereien im Einsatz - in Summe rund 1.000 Bedienstete mit 360 eigenen Räum- und Streufahrzeugen. Dazu kamen 250 angemietete Winterdienstfahrzeuge. Kettenpflicht für Fahrzeuge ab 7,5 Tonnen galt im Bezirk Neunkirchen auf der L175 von Trattenbach bis zur Landesgrenze.

Verkehrsprobleme in der Steiermark

Intensiver Schneefall hat Mittwochfrüh auch im Großteil der Steiermark für Verkehrsprobleme, Stau und hängen gebliebene Lkw gesorgt: Laut ÖAMTC waren praktisch der gesamte Verlauf der Südautobahn (A2) betroffen, ebenso wie die Pyhrnautobahn (A9) nördlich von Graz bis in die Südsteiermark. Schwere Unfälle blieben bis am Vormittag aus, im Großraum Graz herrschte Kolonnenverkehr.

Laut ÖAMTC machten vor allem die höhergelegenen Abschnitte der A2 Probleme, da Schwerfahrzeuge hängen blieben - etwa auf der Laßnitzhöhe, bei Gleisdorf-West sowie auf der Pack Richtung Kärnten. Bei Gratkorn nördlich von Graz ging es wegen der Schneemassen auf der Fahrbahn der A9 nur im Kolonnenverkehr weiter. Weiter südlicher, zwischen Gralla und Feldkirchen, kam es zu mehreren Auffahrunfällen. Die Radlpass Straße (B76) musste in der Früh wegen hängen gebliebener Lkw zwischen Stainz und Lannach gesperrt werden.

Der Landesfeuerwehrverband Steiermark meldete Mittwochvormittag neben der Berufsfeuerwehr in Graz rund 140 Wehren mit etwa 750 Männern und Frauen in der gesamten Steiermark im Schnee-Einsatz. Zu 90 Prozent waren Fahrzeuge zu bergen, sagte Sprecher Thomas Meier. Betroffen waren die Bezirke Südoststeiermark, Deutschlandsberg, Leibnitz, Voitsberg, Hartberg-Fürstenfeld, Weiz und Graz-Umgebung.

Schneefahrbahn auf der Südautobahn

In Kärnten hat der Schneefall am Mittwoch in den frühen Morgenstunden zu zahlreichen Verkehrsbehinderungen geführt. Dies vor allem auf der Südautobahn A2, durch hängen gebliebene Fahrzeuge kam es immer wieder zu Staus, vor allem am Griffner Berg und im Packabschnitt.

Probleme gab es auch auf höher gelegenen Bergstraßen, für zahlreiche Pässe wie etwa den Wurzenpass wurde Kettenpflicht verhängt. Laut Rotem Kreuz hatten sich auch bereits einige Unfälle ereignet, mehrere Verletzte mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Für den Tagesverlauf war ein Nachlassen der Schneefälle prognostiziert.

Feuerwehreinsätze im Burgenland

Die winterlichen Fahrverhältnisse haben zudem für mehrere Unfälle auf Burgenlands Straßen gesorgt. Laut Landessicherheitszentrale Burgenland (LSZ) gab es um die 20 Feuerwehreinsätze. Es handelte es sich zumeist um Fahrzeugbergungen. Betroffen war vor allem der Landessüden. Bei einem Verkehrsunfall in St. Margarethen (Bezirk Eisenstadt Umgebung) wurde eine Person leicht verletzt.

( Agenturen , best ) Erstellt am 07.02.2018