Am Bau sind "temporäre Layoffs" besonders häufig.

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Chronik Österreich
12/17/2019

Saftige Pleite einer Baufirma für Großinvestoren

Angeblich hat ein "unzuverlässiger Subauftragnehmer" durch "Verpätungen" die Baufirma in die Bredouille gebracht.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Ob diese Geschäfte in Zukunft tatsächlich erfolglich geführt werden können, müssen am Ende die Gläubigervertreter beurteilen. „Das Kerngeschäft der Antragstellerin besteht in der Sanierung von Wohnungen im Auftrag von Großinvestoren. Die Hauptursache der Insolvenz sieht der Geschäftsführer der Antragstellerin darin, dass er Ende 2018 mangels genügend eigener Arbeiter einen Subunternehmer beigezogen habe, der sich im Nachhinein als höchst unzuverlässig erwiesen habe", teilt die Baufirma dem Gericht mit.

Und weiter heißt es: „Aufgrund vom Subunternehmer zu verantwortenden Verspätungen und den damit einhergehenden Kosten sowie erheblichen Kosten für Ersatzvornahmen konnten diverse Aufträge nicht gewinnbringend bzw. nicht mehr kostendeckend abgeschlossen werden.“ Folglich geriet die Baufirma „zunehmend in einen Liquiditätsengpass, der letztlich zum Eintritt der Überschuldung und Zahlungsunfähigkeit geführt hat“.

Mehrere kleine Subunternehmen

Nun musste die D.B.E. Bau GmbH die Reißleine ziehen und laut Creditreform ein Sanierungsverfahren beantragen. „Das Vertragsverhältnis zu dem erwähnten Subunternehmer wurde mittlerweile beendet. Die Antragstellerin arbeitet in der Zwischenzeit mit mehreren kleineren Subunternehmen zusammen, um ein allfälliges Risiko zu streuen“, teilt es dem Gericht mit. Selbst beschäftigt die Baufirma bloß acht Mitarbeiter.

 

 

Schulden und Vermögen

Die Schulden werden mit rund 409.000 Euro beziffert, davon entfallen 233.000 Euro auf die Finanz, 128.000 Euro auf Lieferungen und Leistungen, 22.000 Euro auf Löhne, 13.900 Euro auf die BUAK und 11.000 Euro auf eine Bank. Vom Grundkapital 35.000 Euro sind nur 17.500 Euro einbezahlt.

Die Aktiva werden mit rund 175.500 Euro beziffert, davon entfallen 98.000 Euro auf noch nicht abgerechnete Leistungen, 50.000 Euro auf Forderungen aus abgerechneten Leistungen und 10.000 Euro auf Werkzeug und Material.

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