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Chronik Österreich
08/08/2019

Rund 60.000 Schüler hatten 2018 auch im Sommer Nachhilfe

Das entspricht einem Anstieg um rund 20.000 Schüler gegenüber dem Vorjahr, zeigt eine Studie der Arbeiterkammer (AK).

Knapp 60.000 Schüler haben in den Sommerferien 2018 bezahlte Nachhilfe in Anspruch genommen. Das entspricht einem Anstieg um rund 20.000 Schüler gegenüber dem Jahr davor, zeigt das von der Arbeiterkammer (AK) beauftragte jährliche „Nachhilfebarometer“.

Für die Erhebung wurden von IFES knapp 3.100 Eltern mit rund 5.650 Schulkindern im März und April 2019 befragt, hieß es in einer Aussendung. Demnach brauchten sechs Prozent aller Schüler in den Ferien davor bezahlte Nachhilfe.

Den höchsten Anteil gab es erwartungsgemäß in der AHS-Oberstufe (13 Prozent) und den berufsbildenden höheren Schulen (BHS, zehn Prozent).

430 Euro pro Kind

Im Schnitt wurden pro betroffenem Schulkind 2018 430 Euro (2017: 380 Euro) für die Sommer-Nachhilfe aufgewendet. Am günstigsten kamen dabei Eltern von Volksschulkindern (390 Euro) und von AHS-Oberstufenschülern (400 Euro) weg, am meisten berappten Eltern von Kindern und Jugendlichen an Neuen Mittelschulen, AHS-Unterstufen und BHS (je 450 Euro).

Zur Eindämmung der Nachhilfekosten fordert die AK den Ausbau vor allem verschränkter Ganztagsschulen sowie des regelmäßigen Förderunterrichts und eine Schulfinanzierung nach sozialen Indikatoren.