Verantwortungslos aus Prinzip?

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Chronik Österreich
12/09/2019

Pleite eines bekannten Betreibers von Escape-Room-Spielen

Das Unternehmen hat rund 635.000 Euro Schulden und soll geschlossen werden.

von Kid Möchel, Dominik Schreiber

Die Schuldnerin entwickelte „Room Escape Games“ und betrieb diese in eigens adaptierten Räumen. Es handelt sich hierbei um High-Tech-Rätsel, bei denen Kunden innerhalb einer Frist aus einem geschlossenen Raum ausbrechen müssen", weiß Tanja Schartel vom KSV1870. "Diese Spiele werden mittlerweile von verschiedenen Betreibern in Wien angeboten."

"Die hohen Anlaufkosten der Gesellschaft wurden durch die Gesellschafterebene gedeckt. Die Gesellschaft hat sich aber nicht wunschgemäß entwickelt, sodass Liquiditätslücken regelmäßig durch die Gesellschafterin gedeckt werden müssen. Hinzu kommt, dass die Wartung und Erhaltung der Räumlichkeiten mit hohen Kosten verbunden sind", teilt das Unternehmen dem Gericht mit.

Die Rede ist von der Logic Rooms GmbH mit Sitz in Wien. Sie hat Konkurs angemeldet. Laut Schuldnerangaben betragen die Verbindlichkeiten rund 635.000 Euro. Laut Creditreform steht das Unternehmen laut eigenen Angaben mit 351.700 Euro bei Dimitrii Bitiukov und mit 228.900 Euro beim Gesellschafter Volkov in der Kreide. Weitere 46.000 Euro schuldet es seinen Lieferanten.

 

Geschäftsführer sind Alexander Volkov und Stefan Malaschofsky. Eigentümerin ist aber laut Firmenbuch die Logic Rooms Limited mit Sitz in Nicosia auf Zypern. Bitiukov soll an der zypriotischen Gesellschaft beteiligt sein.

 

"Derartige Game Rooms sind mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Allein der Umbau der Geschäftsräumlichkeiten sowie die Anschaffung des notwendigen Equipments kostete mehr als 300.000 Euro", heißt es weiter. "Ebenso war die Wartung und Erhaltung der Räumlichkeiten mit hohen Kosten verbunden."

Die Schuldnerin stimmte im Antrag bereits der Schließung des Unternehmens zu. Sämtliche Dienstverhältnisse wurden vor Konkurseröffnung aufgelöst.

Hohe Verluste

Im Geschäftsjahr 2018 betrugen der Bilanzverlust 166.700 Euro, der Gewinnvortrag 110.000 Euro und die Verbindlichkeiten 530.400 Euro. "Eine Überschuldung im Sinne des Insolvenzrechts ist nicht gegeben, weil der Alleingesellschafter eine Rückstehungserklärung abgegeben hat", heißt es im Bilanz-Zusatz.

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