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Chronik Österreich
12/23/2019

Ö3-Weihnachtswunder: Klagenfurt beschenkte Villach

Villach sieht sich als "führende Veranstaltungsstadt in Kärnten", während in Klagenfurt von einer verlorenen Chance gesprochen wird.

von Nikolaus Tuschar

Des einen Glück ist des anderen Leid. Während in Villach Stars wie „Wanda“ die Innenstadt zum Kochen brachten, begnügte man sich in Klagenfurt mit dem „Alltagseintopf“ Christkindlmarkt am Neuen Platz so ist es schließlich jedes Jahr. Doch wie genau kam es dazu, dass das „Ö3 Weihnachtswunder“, das seit seiner Erstausrichtung 2014 immer in einer Landeshauptstadt stattgefunden hat, in Kärnten ausweicht?

Die Vorgeschichte

Seit 2017 führte Ö3 mit Klagenfurt und Villach Gespräche. Laut Klagenfurts SPÖ-Vizebürgermeister Jürgen Pfeiler kam es damals zum „ersten Kontakt“.

Ö3 signalisierte Interesse, knüpfte aber die Austragung der Veranstaltungen an Bedingungen. So war für den Sender klar, dass man die Veranstaltung am Neuen Platz durchführen wollte. Die Stadt schien von dieser Idee jedoch nicht sonderlich angetan. Aus ihrer Sicht sprachen mehrere Faktoren gegen den Neuen Platz, vor allem aber die lange Aufbauzeit. Pfeiler: „Aus diesem Grund haben wir mit dem Alten Platz und dem Landhaushof zwei Alternativen angeboten.“

Zugespielter Schriftverkehr widerspricht Klagenfurt

Laut Vizebürgermeister entschied sich Ö3 im Jahr 2018 dann doch für St. Pölten und die Korrespondenz wurde daraufhin eingestellt. Vom Zuschlag für Villach erfuhr man erst aus den Medien. Alles andere als angetan von der für ihn „verspielen Chance“ zeigte sich FPÖ-Vizebürgermeister Wolfgang Germ: „Den Verantwortlichen war die Dimension des Events schlichtweg nicht bewusst.“

Laut einem dem KURIER zugespielten Schriftverkehr hat die Stadt im Vorjahr gegenüber Ö3 abgesagt. Begründet wurde dies mit den fehlenden räumlichen Voraussetzungen am Neuen bzw Alten Platz. Das widerspricht allerdings der Version der Stadt, Ö3 hätte sich gegen Klagenfurt entschieden.

Aus diesem Grund sollen die Gespräche mit Villach intensiviert worden sein. Am 7. Februar 2019 wurde schließlich unterzeichnet. Insgesamt 170.000 Euro investierte die Stadt zusammen mit dem Tourismusverband. Angesichts der erfolgreichen Veranstaltung war das wohl gut angelegtes Geld. Auch Villachs Bürgermeister Günther Albel (SPÖ) zeigte sich aufgrund der „millionenschweren Werbung“ erfreut und titulierte Villach zur „führenden Veranstaltungsstadt“ in Kärnten.

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