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Chronik Österreich
01/13/2021

Neuschnee und Dauerfrost: Schnee sorgt für zahlreiche Unfälle

Bis zu 80 Zentimeter Schnee im Westen erwartet und Dauerfrost die nächsten Tage. Schneefahrbahnen sorgten für Unfälle.

In den nächsten Stunden und Tagen ist in vielen Landesteilen, besonders aber im Westen Österreichs erneut Neuschnee zu erwarten. 

"Von Mittwoch bis Donnerstag schneit es von Vorarlberg über Nordtirol und Salzburg bis in die Dachstein-Region verbreitet 20 bis 50 Zentimeter. Vereinzelt sind um die 80 Zentimeter Neuschnee möglich, wie am Arlberg", sagte Susanne Lentner, Meteorologin der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). Außerdem wird es bitterkalt.

Lawinengefahr steigt

Im Dezember hatte eine nahezu konstante Südwestströmung vor allem an der Südseite der Alpen Neuschnee gebracht. In den nächsten Tagen strömt von Norden her kalte und feuchte Luft in den Alpenraum und bringt vor allem an der Nordseite der Alpen Schnee. Auf den Bergen steige die Lawinengefahr durch den Schneezuwachs und Verwehungen, warnte die ZAMG.

Von Dienstag auf Mittwoch hat es im Westen bereits stellenweise einen halben Meter geschneit, vor allem im Arlberggebiet und in einigen Regionen des Tiroler Oberlandes. Selbst in tiefen Lagen kamen hier bis zu 50 Zentimeter zusammen, etwa in Langen am Arlberg.

Im Flachland von Oberösterreich und Niederösterreich sowie in Wien ziehen in den nächsten Tagen ebenfalls einige Schneeschauer durch. Es könnte sich daraus "zumindest eine dünne Schneeschicht" ergeben, so die Meteorologin. Im Süden werde es in den nächsten Tagen hingegen kaum schneien, dafür aber oft sonnig.

Dauerfrost im Großteil Österreichs

Im Großteil Österreichs muss man in den nächsten Tagen mit Dauerfrost rechnen. Am Wochenende liegen selbst die Höchsttemperaturen nur bei minus fünf und null Grad. Werte knapp über dem Gefrierpunkt sind nur vereinzelt zu erwarten, etwa am Sonntag am Bodensee und im Rheintal.

Einen ersten Ausblick für das Slalom-Wochenende in Kitzbühel (16./17. Jänner.) lieferte die ZAMG ebenfalls: "Am Samstag scheint auf den Gipfeln rund um Kitzbühel die Sonne. Im Tal ist noch unsicher, wie lange sich der Nebel hält. Am Sonntag ziehen dichte Wolken auf und es schneit."

Die Schneemengen sorgten in ganz Österreich für Unfälle:

NÖ: Zahlreiche Unfälle auf Schneefahrbahnen im Mostviertel 

Am Dienstag ist es im Mostviertel zu zahlreichen Verkehrsunfällen nach den teils heftigen Schneefällen gekommen. Auf der A1 Richtung Salzburg kam es zwischen Pöchlarn und Ybbs zu einem Verkehrsunfall zwischen einem Pkw und einem Lkw. Beide Fahrzeuge wurden erheblich beschädigt. Verletzt wurde glücklicherweise niemand. 

Auf der B26 bei Kleehof gerieten zwei Fahrzeuge unabhängig voneinander auf der schneeglatten Fahrbahn ins schleudern und rutschten in den Strassengraben. 

So auch auf der L6039 bei Hermannsdorf. Ein Fahrzeug kam von der schneeglatten Fahrbahn ab und schlitterte in den Graben. Auch hier musste wie so oft an diesem Abend die Feuerwehr zur Fahrzeugbergung ausrücken.

Dichter Schneefall setzte Mittwochfrüh im Bereich Neunkirchen – Seebenstein – Pitten ein. Innerhalb kürzester Zeit waren die Fahrbahnen schneeglatt.

In Pitten kam um kurz vor 5 Uhr ein Sattelschlepper auf der schneeglatten Fahrbahn ins rutschen und überfuhr eine Verkehrsinsel. In Folge rammte das Schwerfahrzeug eine Strassenlaterne und riss diese um. 

Gegen 5 Uhr kam es auf der B17 zwischen Neunkirchen und Ternitz zu einem Verkehrsunfall mit drei Fahrzeugen.

Zur selben Zeit kam es wenige Kilometer entfernt auf der Semmering Schnellstrasse zu einem Folgenschweren Verkehrsunfall. Kurz nach der Auffahrt Neunkirchen verlor ein Pkw Lenker die Kontrolle über seinen Wagen und fuhr frontal auf einen Schneepflug auf.

Eine weitere Lenkerin verlor kurz dahinter die Kontrolle über ihr Fahrzeug, drehte sich ein und kam im Strassengraben zum Stillstand. 

Wenig später krachte ein Lenker mit seinem Fahrzeug mit der Fahrerseite gegen den abgestellten Schneepflug und wurde in seinem Fahrzeug mit schweren Verletzungen eingeklemmt.

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