Chronik | Österreich
10.04.2017

Neos kandidieren für Innsbrucker Gemeinderat: Drei Mandate als Ziel

Umfrage der Neos sieht sie derzeit bei 7,1 Prozent. Die Grünen liegen in Innsbruck klar auf Platz 1. Im Frühjahr 2018 wird gewählt.

Mit einer Umfrage mussten die Tiroler Neos der Bundespartei belegen, dass ein Antreten bei den Gemeinderatswahlen in Innsbruck im Frühjahr 2018 sinnvoll ist. Derzeit liegt die pinke Bewegung gemäßeiner von ihr beauftragten Befragung bei 7,1 Prozent. Selbst bei einer negativen Auslegung der Schwankungsbreite (5,6 Prozent) scheint der Einzug ins Stadtparlament damit sicher. "Ich bin überzeugt, dass wir überraschen werden", sagte Landessprecher Dominik Oberhofer am Montag und verkündete das Antreten.

Drei Mandate und Klubstärke sind das Ziel. Auch ein Bürgermeisterkandidat soll ins Rennen gehen. Der muss, wie die übrigen Kandidaten, erst gefunden werden. "Wir werden kein Recyclingprogramm starten", versprach Oberhofer. Mandatare anderer Parteien seien unerwünscht – auch wenn es Anfragen gegeben habe. Noch vor dem Sommer wollen die Neos auch ein Antreten bei den Landtagswahlen, die ebenfalls Anfang 2018 stattfinden sollen, fixieren. "Wir haben uns sehr gut vorbereitet", sagte Oberhofer.

Grüne auf Platz eins

300 Innsbruckern wurde vom Innsbrucker IMAD-Institut – telefonisch und online – im Auftrag der Neos die Sonntagsfrage gestellt. Auch wenn das Ergebnis ein Jahr vor der Wahl mit größter Vorsicht zu genießen ist: Die Trends versprechen eine spannende Ausgangslage.

Die Grünen liegen demnach mit 28,6 Prozent deutlich auf Platz eins. Die FPÖ reiht sich dahinter mit 16,2 Prozent ein. Die Liste von Bürgermeisterin Christine Oppitz-Plörer (Für Innsbruck) müsste erneut mit Verlusten rechnen. Sie kommt auf 15,4 Prozent. Die ÖVP, 2012 stimmenstärkste Fraktion (21,9 Prozent), fiele mit 13,7 Prozent auf den vierten Platz zurück. Die SPÖ bleibt in der Umfrage mit 11,6 Prozent zumindest noch zweistellig.