Chronik | Österreich
03/15/2019

Nach Überfall auf Juwelier: Kundin war Komplizin

Die beiden Frauen hatten den Überfall am Vortag gemeinsam geplant. Sie sind geständig.

Der Raubüberfall auf ein Juwelier-Geschäft in Dornbirn am Donnerstag hat sich anders zugetragen als zunächst angenommen. Wie sich bei den Ermittlungen der Polizei herausstellte, handelte es sich bei einer mutmaßlichen Kundin des Geschäfts um eine Komplizin der 19-jährigen Tatverdächtigen. Die beiden Frauen werden nach Abschluss der Erhebungen in die Justizanstalt eingeliefert, so die Polizei.

Die 19-Jährige aus Dornbirn betrat das Juwelier-Geschäft in der Innenstadt gegen 12.45 Uhr. Im Verkaufsraum zog sie eine Schreckschusswaffe, bedrohte damit die Verkäuferin und zwang sie, mit ihr in einen Nebenraum zu gehen. Dort musste die Verkäuferin den Tresor öffnen und den darin befindlichen Schmuck in einen mitgebrachten Beutel geben. Anschließend forderte die 19-Jährige die mutmaßliche Kundin auf, die Verkäuferin mit einem Panzerklebeband zu fesseln. Daraufhin nahm die 19-Jährige auch eine Handkasse an sich, sperrte die beiden Frauen in dem Nebenraum ein und flüchtete aus dem Juwelier-Geschäft.

Wenig später festgenommen

Während die 19-Jährige die Beute in der Nähe ihres geparkten Pkw in einem Gebüsch versteckte, gelang es den zwei Frauen, den Nebenraum durch eine Seitentüre zu verlassen. Sofort verständigte die Verkäuferin die Polizei, die umgehend eine Alarmfahndung veranlasste. Auf Basis der detaillierten Täterbeschreibung wurde die 19-Jährige schon wenige Minuten später von einer Polizeistreife angehalten. Sie ließ sich widerstandslos festnehmen.

Bereits kurz nach der Festnahme stellte sich auch heraus, dass die mutmaßliche Kundin im Alter von 22 Jahren die Komplizin der 19-Jährigen war. Die beiden Frauen hatten den Überfall am Vortag gemeinsam geplant, sie sind geständig. Das Motiv für den Überfall dürfte Geldnot gewesen sein.