Chronik | Österreich
07.12.2017

Linz: Zweifache Mutter von ihrem Lebensgefährten niedergestochen

Großes Aufgebot der Polizei brachte Kinder des Opfers in Sicherheit und fahndete nach Täter.

Die blutige Messerattacke eines Mannes auf seine Lebensgefährtin löste Donnerstagmittag im Linzer Stadtteil Auwiesen einen Großeinsatz der Polizei aus. Weil der mutmaßliche Täter spurlos vom Tatort verschwand und sich die beiden Kinder des Paares in einem nahen Kindergarten und in einer Schule befanden wurde bei der Polizei Großalarm geschlagen.

Vermutlich aufgrund eines Beziehungsstreites soll der staatenlose 35-jährige Kosovare der Frau in einem Geschäft am Wüstenrotplatz angegriffen und sie mit einem Messer attackiert haben. Das Opfer sackte mit mehreren Stichwunden zusammen. Danach ist der Tobende, der auch noch mit einer Schreckschusspistole geschossen haben soll, in ein Auto gesprungen und davon gefahren. Neben der Versorgung der schwer verletzten Frau, galt das Hauptaugenwerk der Polizei dem Schutz der achtjährigen Tochter und des dreijährigen Sohnes. Eine Großfahndung nach dem Flüchtenden wurde aufgezogen. Insgesamt habe man 40 Beamte des Sondereinsatzkommando Cobra und auch der Bereitschaftseinheit in den Linzer Süden beordert, berichtete ein Polizeisprecher. Der betroffene Kindergarten und die Volksschule wurden von Cobra-Kräften gesichert. Der Geflüchtete blieb verschwunden.

Aufregung

Die schwer bewaffneten Einheiten samt den zahlreichen Einsatzfahrzeugen sorgten im Stadtteil Auwiesen für Aufsehen und Unruhe in der Bevölkerung. Vor allem Eltern sorgten sich um ihre Kinder, die sich in den Gebäuden befanden, die von den Polizisten abgeriegelt und durchsucht wurden. Über Verwandte versuchten die Einsatzkräfte Informationen über die Familie und vor allem über einen möglichen Unterschlupf des Geflüchteten zu bekommen. Auch ein Polizeihubschrauber wurde eingesetzt. Weil es vom Gesuchten keine Spur gab, wurde die Fahndung am Nachmittag ausgeweitet.