Chronik | Österreich
08.10.2018

Kickl baut Innenministerium um: Neue Sektion "Fremdenwesen"

Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) baut sein Ressort strukturell um. Mit 2019 wird eine neue Sektion „Fremdenwesen“ geschaffen.

Am heutigen Montag hat Innenminister Herbert Kickl (FPÖ) mit Wolfgang Taucher, dem Direktor des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl (BFA) zu einer Pressekonferenz eingeladen. In dieser wurde verkündet, dass im Innenministerium eine neue Sektion gegründet wird. Im Jänner soll die Sektion V mit dem Namen „Fremdenwesen“ ins Leben gerufen werden.

Kickl begründet diesen Umbau damit, dass die letzte Strukturänderung 2014 mit der Einführung des Bundesamts für Fremdenwesen und Asyl stattgefunden habe und es nun an der Zeit sei, „weitere Veränderung vorzunehmen“. Laut dem Innenminister habe die Flüchtlingskrise selbst die „Behörden überrascht“. „Es ist eine Vorbereitung, auf allfällige Herausforderungen, die auf uns zukommen können“, sagt der Innenminister. Bei der Gründung der neuen Sektion gehe es um „Bündelung von Ressourcen“ und sie werde sich mit den Themen Grenzschutz, Aufenthalt, Asylberechtigung, Grundversorgung und dem Rückkehrbereich auseinander setzen. Außerdem werde die Familienzusammenführung, Rot-Weiß-Rot-Card und Staatsbürgerschaft eine Rolle spielen. Die Sektion werde laut Kickl das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) „anleiten und servicieren“.

Keine neuen Mitarbeiter

Personell soll nicht aufgestockt werden. Man werde aus den bestehenden Sektionen Mitarbeiter in die neue Abteilung eingliedern. Rund 320 bis 330 Mitarbeiter sollen in der Sektion V Platz finden.
Wolfgang Taucher, Direktor des BFA, wird den Prozess begleiten. Wer Sektionschef wird, steht noch in den Sternen. Eine Ausschreibung soll demnächst erfolgen. „Es wird der Beste werden“, versicherte Kickl.