Chronik | Österreich
01.12.2018

Kärnten darf Glyphosat verbieten

Die EU-Kommission hat dem Kärntner Gesetzesentwurf im Wesentlichen zugestimmt. Das Verbot gilt nur für Private.

Die Anwendung von Glyphosat und ähnlichen biologisch nicht abbaubaren Unkrautvernichtungsmitteln dürfen für private Anwender verboten werden. Die EU-Kommission stimmte dem Kärntner Gesetzesentwurf im Wesentlichen zu. Das gab die Kärntner SPÖ am Freitagabend in einer Aussendung bekannt.

Kaiser: "Wir haben grünes Licht"

Es habe lediglich "marginale Korrekturwünsche" gegeben, sagte SPÖ-Chef Landeshauptmann Peter Kaiser: "Das heißt im Wesentlichen, wir haben grünes Licht, um Glyphosat und hunderte andere gefährliche, biologisch nicht abbaubare Unkraut-und Schädlingsgifte für private Anwender zu verbieten."

Kommission lehnte früheren Entwurf ab

ärnten hatte bereits einen Anlauf unternommen, um den Glyphosat-Einsatz einzuschränken, ein Gesetzesentwurf war im Frühjahr allerdings von der EU abgelehnt worden. In dem neuen Vorschlag werden nur private Anwender adressiert, die über keinen Befähigungsnachweis verfügen. Die Anwendung in der Landwirtschaft ist von dem geplanten Verbot nicht betroffen.

Der EU-Abgeordnete der Grünen, Thomas Waitz, reagierte in einer Aussendung hoch erfreut über den Erfolg der Kärntner Politik. Andere Bundesländer könnten nun ebenfalls Schritte ergreifen, so Waitz. Er forderte von Umweltministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) rasches Handeln. Als erste Reaktion könnte der Einsatz von Glyphosat im öffentlichen und privaten Bereich verboten werden, sagte Waitz.