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Chronik Österreich
09/18/2019

FP-Landesparteiobmann Darmann: "Überspitzte Formulierung muss zulässig sein"

Gernot Darmann spricht über politische Verantwortung, einer bewusst überspitzten Formulierung und Wahlziele.

von Nikolaus Tuschar

KURIER: 2017 war die FPÖ noch stimmenstärkste Partei in Kärnten – was erwartet man sich vom 29. September?

Gernot DarmannWir wollen so wie 2017 wieder ein starkes Ergebnis in Kärnten abliefern und damit einen wichtigen Teil zu einem guten Ergebnis der FPÖ beitragen.

Wie stehen Sie persönlich zur Causa Ibiza?

Es gibt hier natürlich nichts zu beschönigen, aber die zwei Betroffenen haben sofortige Konsequenzen gezogen und sind aus ihren Ämtern zurückgetreten. Jetzt gilt es nach vorne zu schauen. Die FPÖ ist wird weiter verantwortungsbewusst und mit voller Kraft für Österreich arbeiten.

Sie gelten als einer der schärfsten Kritiker des Stadionwaldes – was genau ist Ihnen ein Dorn im Auge?

Das Projekt hinterlässt einen verheerenden ökologischen Fußabdruck, da die 299 Bäume tausende Kilometer weit nach Kärnten transportiert wurden. Daher ist es skurril, wenn das als Mahnmal gegen den Klimawandel verkauft wird.

Es gibt einige kritische Stimmen, die wenig Neues in dem Historikerbericht der FPÖ sehen – wurde Ihrer Meinung gut gearbeitet?

Die kritischen Stimmen haben noch nicht einmal den Bericht gelesen und schon davor Kritik geübt. Das spricht für sich, aber nicht für diese kritischen Stimmen. Die präsentierte Version des Berichtes war eine Zwischenetappe zum Endbericht. Es liegt in der Natur der Sache, dass dieser umfassender sein wird.

Die FPÖ hat ein Bürgerbüro eingerichtet, das sich um Anliegen der Bevölkerung kümmern soll. Warum ist diese Anlaufstelle notwendig?

Es war Landeshauptmann Jörg Haider, der in der Landesregierung ein Bürgerbüro eröffnet hat, um Menschen in Notsituationen zu helfen. Das wollen wir nun fortsetzen rasch und unkompliziert helfen.

Ist es nicht auch ein wenig Kalkül, dass sich die FPÖ vor Wahlen gerne als Partei des kleinen Mannes hinstellt?

Es spricht für sich, dass das Bürgerbüro erst nach der Wahl seine Arbeit aufnimmt. Das ist kein leeres Wahlversprechen, sondern das Wahrnehmen von politischer Verantwortung.

Drogendealer „sollten gescheiter die Zellen mit einer Zahnbürste putzen, als weiterhin unsere Kinder auf den Straßen zu vergiften“. Diese Aussage brachte Ihnen teils recht scharfe Kritik ein – können Sie das verstehen?

Diese überspitzte Formulierung muss zulässig sein, um auf die massive Drogenproblematik in Kärnten aufmerksam zu machen. Im Vorjahr gab es in Kärnten einen traurigen Rekord von 25 Drogentoten, darunter viele junge Menschen. Jene, die zum jetzigen Zeitpunkt noch immer nicht die von der Drogenmafia ausgehende Gefahr für unsere Kinder und Jugendlichen erkannt haben, tun mir leid.

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