Vorderstadt Kitzbühel

© Kitzbühel Tourismus

Heiße Vision
03/13/2013

Die Kälte ist zurück – und mit ihr Schnee, Sturmböen und skurrile Ideen

Kitzbühler Tourismus-Chefin möchte Straßen ohne Schnee. Der fällt am Donnerstag im ganzen Land.

Der Winter kehrt zurück. Allerdings nicht mit der in den vergangenen Tagen befürchteten Härte. Die ganz großen Niederschlagsmengen werden östlich der Staatsgrenze niedergehen. Zuletzt haben Wetterexperten für den Wiener Raum Neuschneemengen von bis zu 20 cm für möglich gehalten. Und das hätte ein veritables Chaos auf den Straßen auslösen können. Am Mittwoch folgte die Entwarnung. Es wird zwar im Laufe des heutigen Tages im gesamten Bundesgebiet schneien. „In Wien ist aber nur mit ein bis zwei Zentimeter Neuschnee zu rechnen“, wie ein Meteorologe von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) beruhigt.

Im Osten Österreichs werde es aber ziemlich stürmisch. „Es ist mit Böen von 75 bis 80 km/h zu rechnen“, so der Wiener Wetterexperte. Und die von Norden einströmende Kaltluft lasse natürlich die Temperaturen je nach Region auf 0 bis 4 Grad fallen.

Kitzbühels flotte Sohle

Hitzig war indes in den vergangenen Tagen die Diskussion um eine Idee von Kitzbühels neuer Tourismus-Obfrau Signe Reisch. Sie ließ in einem Krone-Interview mit der Idee für eine Straßenheizung in der Innenstadt der Tourismus-Hochburg aufhorchen. Die soll dafür sorgen, dass die Gäste der noblen Gams-Stadt „unabhängig von der Witterung ungestört durch die Straßen gehen können“, erklärt die Chefin des Hotel Rasmushof gegenüber dem KURIER.

Vor rund vier Wochen hat sie ihre Idee in einem Brief an die Gemeinde vorgestellt. Von der kommt nun aber eine defintive Absage: „Das werden wir sicher nicht machen. Schon rein aus ökologischen Gründen“, spielt Stadtsprecher Felix Obermoser auf den Energiebedarf an. „Außerdem sind wir ein Wintersportort. Und da gehört Schnee dazu.“

Aus Sicht von Reisch, die seit rund 100 Tagen im Amt ist, lässt sich die Stadt damit eine Jahrhundertchance entgehen. „Die gesamte Innenstadt muss neu gepflastert werden. Die Straßen werden also sowieso aufgerissen.“ Eine Bodenheizung ließe sich in diesem Zuge gleich mitinstallieren. Das sei zwar mit Kosten verbunden (die Stadt spricht von einer Million Euro): „Aber auch die Schneeräumung kostet und sorgt für Lärmbelästigung.“

Reisch hat bereits eigene Erfahrungen mit einer Straßenheizung: „Wir haben eine 500 große beheizte Rampe vor unserem Hotel.“ In der Innenstadt geht es um eine Fläche von 4000 . Dass die künftig nicht von unten gewärmt wird, findet Reisch schade. „Revolutionäre Ideen“ werde sie aber auch in Zukunft weiter äußern.

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