Austrian Chancellor Sebastian Kurz visits Slovenia

┬ę EPA / IGOR KUPLJENIK

Chronik ├ľsterreich

Coronavirus: Kurz will im Winter Skigebiete und Schulen offen halten

Der Bundeskanzler will Schulen und Wirtschaft nicht gegeneinander ausspielen.

09/08/2020, 09:47 AM

Bundeskanzler Sebastian Kurz (├ľVP) will im Corona-Winter sowohl die Schulen als auch die Skigebiete offen halten. "Wir m├╝ssen in allen Bereichen unseres Leben versuchen, ein so normales Leben wie m├Âglich zu f├╝hren", betonte Kurz am Dienstag bei seinem ersten bilateralen Auslandsbesuch seit der Coronakrise in Ljubljana. "Wintertourismus und Skifahren wird m├Âglich sein", k├╝ndigte er an.

"Nicht gegeneinander ausspielen"

Auf die Frage der APA, ob man nicht gleich die Skigebiete schlie├čen sollte, damit die Schulen im Herbst vielleicht ein paar Tage l├Ąnger offen bleiben k├Ânnen, meinte der Kanzler: "Ich w├╝rde nicht gerne die Schulen und die Wirtschaft gegeneinander ausspielen."

Die Schule laufe heuer "anders ab", aber es sei "wichtig, dass sie stattfindet". Das eingef├╝hrte Prozedere in den Schulen sei zwar "f├╝r viele Kinder und Eltern eine Belastung". Es habe aber das "Ziel, dass die Schulen ge├Âffnet bleiben und nicht ein neuerlicher Lockdown stattfinden muss".

Austrian Chancellor Sebastian Kurz visits Slovenia

Mit Blick auf die Skisaison verwies der Kanzler darauf, dass der Tourismus ein gro├čer Wirtschaftsfaktor in ├ľsterreich sei und er in einigen Bundesl├Ąndern eine noch st├Ąrkere Bedeutung habe. "Hier geht es um sehr viele Arbeitspl├Ątze." Zugleich betonte er, dass man "alles tun" werde, dass Skifahren heuer "sicher m├Âglich" sein werde. Entsprechend werde es etwa Apres Ski heuer "so nicht geben".
Details nannte der Kanzler nicht. Er verwies diesbez├╝glich auf Tourismusministerin Elisabeth K├Âstinger (├ľVP) und Gesundheitsminister Rudi Anschober (Gr├╝ne), die ein Konzept vorlegen w├╝rden.

Der slowenische Ministerpr├Ąsident Janez Jan┼ía zeigte sich in der gemeinsamen Pressekonferenz mit Kurz zuversichtlich, dass ein neuerlicher Lockdown vermieden werden kann. Schlie├člich sei in den vergangenen sechs Monaten deutlicher geworden, "was gef├Ąhrlich ist und was weniger gef├Ąhrlich".

Jan┼ía berichtete, dass sein Land auch nach dem Ende der Pandemie im Mai von einer ├ľffnung der Nachtlokale Abstand genommen habe.

Angesprochen auf seine Aussage bei einem Treffen mit slowenischen Diplomaten in der vergangenen Woche, wonach man sich einen neuerlichen Lockdown nicht leisten k├Ânne, verwies Jan┼ía auf diesbez├╝gliche Gespr├Ąche mit EU-Amtskollegen. Auch diese seien der Meinung, dass auch eine st├Ąrkere Coronawelle ohne kompletten Lockdown kontrolliert werden solle, "weil der Preis einfach zu gro├č ist". "Die entscheidende Frage ist, was wir als Gesellschaft aus der Lektion im Fr├╝hjahr gelernt haben."

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