© Getty Images/LeoPatrizi/istockphoto.com

Chronik Österreich
05/04/2020

Länger schlafen, mehr fernsehen: So sieht unser Corona-Alltag aus

Von einem Tag auf den anderen haben die Covid-19-Maßnahmen das Leben in Österreich drastisch verändert. Das zeigen auch jene Zahlen, die das tägliche Leben abbilden.

von Birgit Seiser

Homeoffice, Ausgangsbeschränkungen, wirtschaftlicher Lockdown – in Österreich ist fast nichts mehr so, wie es noch vor drei Monaten war. Besonders prägnant zeigen sich die Auswirkungen der Covid-19-Maßnahmen im Alltagsleben.

  • Kommunikation: Den deutlichsten Vorher-Nachher-Effekt erkennt man in Sachen Kommunikation. Mobilfunkanbieter Magenta sagt, dass derzeit doppelt so viel telefoniert wird, als vor der Corona-Krise. Bisher haben die Österreicher durchschnittlich 120 im Monat telefoniert. Das Internet wird laut dem Anbieter nun um 40 Prozent mehr genutzt. 
     
  • Spiele: Während im Frühling normalerweise Spiel- und Sportstätten sehr gut besucht werden, haben nun Eltern als Ersatz um 25,2 Prozent mehr Spielsachen gekauft. Aber es wird nicht nur mit Spielsachen gespielt, laut Anbieter Drei werden um 173 Prozent mehr Online-Spiele gespielt als vor der Krise.
  • Fernsehen: Auch der TV-Konsum stieg drastisch an. Die Österreicher schauen nun täglich fast viereinhalb Stunden fern, was einen Anstieg der Nutzung um ein Drittel bedeutet. Wann genau der Fernseher eingeschaltet wird, ist nicht erfasst. Vermutlich werden aber die Abende derzeit länger, so lässt sich auch erklären, warum die Österreicher plötzlich Langschläfer sind.
     
  • Aufstehen: Laut Zahlen von Wien Energie startet die Stadt derzeit erst um 8.30 Uhr in den Tag – das ist zwei Stunden später als normalerweise, da läutet der Wecker durchschnittlich um 6.30 Uhr. 
  • Strom: Außerdem wird in den Haushalten um ein Drittel mehr Strom verbraucht. Besonders um die Mittagszeit zeigt sich ein außergewöhnlicher Anstieg, was wohl daran liegt, dass mehr gekocht wird. In der Krise stehen die Österreicher nämlich wieder vermehrt vor dem Herd, darunter litten vor allem anfangs die Lieferdienste. Anbieter Mjam meldete, dass bis zu 30 Prozent seiner Partnerrestaurants zunächst geschlossen bleiben mussten, weil die Bestellungen drastisch zurückgegangen sind. Mittlerweile habe sich die Situation wieder normalisiert, es gäbe aber immer noch ein Minus im Börserl der Lieferanten.
     
  • Wasserverbrauch: 135 Liter Wasser verbraucht der Österreicher im Durchschnitt täglich. Drei Liter davon trinkt er oder benutzt er zum Kochen. Derzeit ist der Wasserverbrauch um fünf Prozent höher als sonst.
        • Alkohol und Rauchen: Laut einer Studie der Uni Wien gibt knapp die Hälfte der Österreicher an, gleich viel zu Alkohol zu trinken wie vor der Krise – und das, obwohl der Wirtshausbesuch ja derzeit nicht gestattet ist. Vor Corona wurden in Österreich 23.288 Hektoliter Bier und 671.233 Liter Wein täglich getrunken. Beim Rauchen geben 23 Prozent an, dass sie nun häufiger zur Zigarette greifen, zwölf Prozent hingegen etwas weniger. Vor der Corona-Krise rauchten 20 Prozent der Österreicher regelmäßig.
        eine Newsletter Anmeldung Platzhalter.

        Wir würden hier gerne eine Newsletter Anmeldung zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diesen anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.

        Um diesen Artikel lesen zu können, würden wir Ihnen gerne die Anmeldung für unser Plus Abo zeigen. Leider haben Sie uns hierfür keine Zustimmung gegeben. Wenn Sie diese anzeigen wollen, stimmen sie bitte Piano Software Inc. zu.