© FF St. Pölten-St. Georgen

Chronik Österreich
08/02/2020

Autos krachten gegen Züge: Junge Pkw-Lenker leicht verletzt

In Niederösterreich und der Steiermark kam es Samstagabend auf Bahnübergängen zu schweren Kollisionen.

Ein  27-Jähriger überstand Samstagabend in St. Pölten eine Kollision seines Pkw mit einem Zug ohne gröbere Verletzungen: Der Niederösterreicher stieg selbst aus seinem havarierten Wagen. Er dürfte zuvor beim Abbiegen das Rotlicht der Eisenbahnkreuzung übersehen haben, berichtete die Landespolizeidirektion Niederösterreich am Sonntag.

Beim Eintreffen der Helfer hatte sich der 27-Jährige bereits selbst aus dem zerstörten Auto befreit, er soll nur einige Prellungen erlitten haben. Aus dem Kfz wurde bei dem Zusammenstoß der komplette Motorblock herausgerissen, beschrieben die Helfer der Freiwilligen Feuerwehr St. Pölten-St. Georgen. Einsatzkräfte der Feuerwehr Wilhelmsburg-Stadt mussten den Motorblock mit einem Kranfahrzeug bergen.

Dieseltank aufgeschlitzt

Auch der Triebwagen der ÖBB wurde schwer beschädigt. Der Dieseltank wurde durch den Aufprall aufgeschlitzt, der Treibstoff floss aus: Die Feuerwehr benötigte dafür ein 300-Liter-Auffangbecken.

Der auf den Bahndamm geflossene Diesel wurde mithilfe von Bindemittel gesichert. Um den Grad der Verschmutzung festzustellen sollen Probebohrungen durchgeführt werden. Die Leobersdorfer Bahn war während der Bergungsarbeiten über mehrere Stunden hinweg gesperrt.

Steirer ebenfalls leicht verletzt

Auch in der Steiermark überstand ein Autolenker ein ähnliches Unglück mit leichten Verletzungen: Der 20-Jährige dürfte Samstagabend in Frauental (Bezirk Deutschlandsberg) einen Zug der Graz-Köflacher-Bahn übersehen haben, vermutlich wegen der tiefstehenden Sonne. Auf dem unbeschrankten Bahnübergang wurde sein Pkw von der Lok erfasst und 200 Meter mitgeschleift.

Der junge Autolenker verletzte sich bloß leicht an einer Hand, er konnte nach ambulanter Behandlung in einem Spital bereits wieder nach Hause.