Chronik | Österreich
07.08.2018

Anzeige: Dieb stibitzte "Goldis" Wunschkennzeichen bei Festival

Böse Überraschung für Sprungstar Goldberger nach Festival im Innviertel.

Ex-Skispringer Andi Goldberger sucht auf Facebook „ehrlichen Finder“ von „AM Gold 1“ An seine über 43.000 Facebook-Freunde hat sich Skisprung-Legende Andreas Goldberger erst gewendet, als der größte Ärger verraucht war. Sonntagfrüh hatte der bei den Fans noch immer sehr beliebte Sportler nämlich bemerkt, dass ihm eine unbekannte Person eine Wuschkennzeichen (AM GOLD 1) vom Sponsorwagen gestohlen hatte. „Mein Auto vermisst seit dem Jump&Rock Festival in Höhnhart eine Nummerntafel“, ließ der nun gefasste „Goldi“ seine Internet-Fans später wissen.

„Geärgert hab’ ich mich schon sehr. Es ist lästig, so eine Sache am Sonntag mit der Polizei und der Versicherung abwickeln zu müssen“, schildert der 45-Jährige. Er würde sich riesig über einen ehrlichen Finder freuen, ließ er seine Anhänger wissen.

Beim Fest in Höhnhart im oberösterreichischen Innviertel hatte Goldberger bei einem Sprungbewerb mitgemacht. „Dann gab es Musik und es wurde gefeiert. Gut möglich, dass ein angeheiterter Gast in der Nacht das Auto gesehen und die Nummerntafel abmontiert hat. Vielleicht hat er sie irgendwo weggeworfen“, hofft Goldberger, dass das Schild wieder auftaucht.

Sperre

Denn das gestohlene Wunschkennzeichen, das die Autofirma Slawitschek aus Amstetten in Niederösterreich samt schnittigem Wagen für Goldberger zur Verfügung stellt, ist sonst auf längere Zeit von der Behörde gesperrt. „Hätt’ ich das Taferl verloren, dann könnte ich nach einem Jahr ein neues bekommen. Bei Diebstahl soll die Wartefrist aber sechs Jahre betragen“, schildert er den Sachverhalt. Tatsächlich sei 2015 die Sechsjahresfrist geändert worden, heißt es bei einer Kfz-Zulassungsstelle in Amstetten. Neuerdings müsse die Zulassungsbehörde, also die BH Amstetten, die Fahndung nach dem gestohlenen Goldi-Taferl erst widerrufen, damit ein neues ausgegeben werden dürfe.

Goldberger wusste sich kurzfristig zu helfen und malte eigenhändig eine Ersatztafel. Am Dienstag trafen bereits zwei neue, neutrale Kennzeichen aus Amstetten bei ihm ein. Trost spendete ihm sein früherer Springerkollege Thomas Morgenstern. „Der Morgi hat mir geschrieben, dass ihm das selbe bereits zwei Mal passiert ist“, erzählt er.