Anrufe bei Frauenhelpline gegen Gewalt deutlich gestiegen

Plus 20 Prozent Anruferinnen binnen zwei Jahren verzeichnet.
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Immer mehr Frauen und auch ihr Umfeld holen sich Unterstützung zum Thema Gewalt: In den vergangenen zwei Jahren ist die Zahl der Anruferinnen bei der Frauenhelpline um rund 20 Prozent gestiegen, berichtete der Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser (AÖF) am Donnerstag anlässlich des Internationalen Frauentags 2026 am 8. März. 

"Frauen werden aufmerksamer auf Hilfsangebote und finden öfter den Mut, anzurufen", so Stefani Doynova, Teamleiterin der Helpline.

Auch Umfeld holt sich Hilfe

2025 wurden rund 5.000 Anrufe - Telefonberatungen und Informationsgespräche - von Frauen gezählt, um rund elf Prozent mehr als 2024. Die Zahl der Männer, die sich an die Frauenhelpline wandten, blieb mit rund 300 Fällen in etwa konstant. Nicht nur Opfer häuslicher oder sexualisierter Gewalt seien bereit, sich Unterstützung zu holen, sondern zunehmend ihr direktes Umfeld.

Es würden sich aber auch mehr Frauen Hilfe suchen, die nicht oder noch nicht von Gewalt betroffen sind: Zu weiteren häufigen Themen der Anrufenden gehören Beziehung und psychische Gesundheit.

Frauenhelpline gegen Gewalt: 0800/222-555, www.aoef.at

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