Mordversuch

© FF Mooskirchen

Steiermark
08/16/2013

U-Haft über Unfall-Lenker verhängt

Mordversuch: Der 53-jährige Familienvater aus Graz soll absichtlich einen schweren Verkehrsunfall gebaut haben.

Nach dem schweren Verkehrsunfall am Dienstag, der sich im Nachhinein als möglicher Mord- und Selbstmordversuch herausgestellt hat, ist am Donnerstag über den Lenker des Wagens die U-Haft verhängt worden. Der 53-jährige Familienvater befand sich am Freitag nach wie vor in der geschlossenen Abteilung des LKH Graz, wo seine schweren Verbrennungen verarztet werden. Ein psychiatrisches Gutachten wurde laut Hansjörg Bacher von der Staatsanwaltschaft Graz in Auftrag gegeben.

Der Verdacht, wonach der Grazer das Auto auf der Heimreise aus Italien absichtlich auf der A2, der Südautobahn, von der Fahrbahn gelenkt hatte, erhärtete sich. Darum muss er in Untersuchungshaft bleiben, erklärte Bacher. In der kommenden Woche sollen gerichtliche Einvernahmen mit der Frau und den Kindern durchgeführt werden. Außerdem seien die schriftlichen Gutachten des Psychiaters sowie des Brandsachverständigen zu erwarten. Letzteres wurde in Auftrag gegeben, da die Ursache für das Feuer am Unfallwagen noch unklar sei: "Ein Brand oder eine Explosion bei einem verunfallten Auto ist nur im Film üblich", sagte Bacher.

Erwachsene schwer verletzt

Der Unfall ereignete sich Dienstag früh wenige Kilometer vom Ziel entfernt auf der Autobahn: Der Wagen des Grazers scherte bei hoher Geschwindigkeit plötzlich nach rechts aus, durchbrach eine Leitschiene und einen Wildzaun, bevor er nach einem Überschlag am Dach liegend zum Stillstand kam. Das Auto begann zu brennen, die 42-jährige Partnerin des Lenkers sowie der zwölfjährige Sohn und die 14-jährige Tochter des Ehepaares konnten sich nach Polizeiangaben selbst in Sicherheit bringen.

Die Erwachsenen erlitten schwere Verletzungen, die Kinder wurden leicht verletzt. Alle wurden ins Spital gebracht. Am Nachmittag wurde dann bekannt, dass der Lenker bei der Behandlung durch Ersthelfer suizidale und Tötungsabsichten gegenüber seiner Familien geäußert hatte. Diese widerrief er jedoch später bei der Befragung durch die Kriminalbeamten.

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