Chronik | Österreich
24.10.2018

Pannenstreifen-Freigabe: Hofer zufrieden, weitere Abschnitte folgen

Weitere derartige Projekte angekündigt. Im Schnitt gab es ein um vier km/h höheres Durchschnittstempo.

Eine positive erste Bilanz nach 100 Tagen Pilotprojekt Pannenstreifen-Freigabe in Österreich hat am Mittwoch die Asfinag gezogen: 38 Mal sorgte die "dritte" Fahrspur dem Schnellstraßenbetreiber zufolge bisher für flüssigeren Verkehr auf der Ostautobahn (A4) zwischen der Simmeringer Haide und dem Knoten Schwechat.

"Wir erreichen mit unserem innovativen Pilotversuch einer temporären zusätzlichen Fahrspur ein Drittel mehr Kapazität und somit positive Effekte auf den Verkehrsfluss", sagte Asfinag Vorstandsdirektorin Karin Zipperer. "Die ersten Ergebnisse bestätigen uns, dass das neue System eine richtige Antwort auf Verkehrsüberlastung in Ballungsräumen zu den Stoßzeiten ist", betonte Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ).

Fahren am Pannenstreifen - Test auf A4

Im Schnitt blieb der Pannenstreifen auf den vier Kilometern pro Freigabe knapp eine Stunde (50 Minuten) für den Verkehr geöffnet. Wobei die Zeitspannen jedoch stark schwankten: Die Hälfte der Freigaben dauerte nicht länger als 30 Minuten. Längere "Öffnungszeiten" bewegten sich zwischen einer und knapp drei Stunden. Die Durchschnittsgeschwindigkeit der Pkw war im Schnitt um vier Stundenkilometer höher als bei gleicher Verkehrsmenge früher auf zwei Spuren.

Unfälle und Verkehrsbehinderungen blieben aus, und auch die neue Technik und Sensorik funktionierten "einwandfrei", bilanzierte die Asfinag. Ein paar Mal musste die Freigabe wegen Lenkern, die Pannenbuchten verbotenerweise für kurze Halts nützten, unterbrochen werden. Die Asfinag plane nun weitere Projekte zur temporären Freigabe von Pannenstreifen.