Chronik | Oberösterreich
25.05.2018

Zwei Schafe gerissen: Wolf-Alarm im Nationalpark Kalkalpen

Schafe wurde nur 20 Meter vom Bauernhof entfernt getötet.

Weyer. Nach Schäden durch Wölfe im Mühlviertel sind Landwirte und Jäger nun auch im südlichen Oberösterreich im Bereich Nationalpark Kalkalpen alarmiert. Im Raum Weyer, Bezirk Steyr-Land, wurden in der Nacht auf Donnerstag zwei Schafe gerissen. Sie dürften von einem Wolf getötet worden sein, heißt es seitens der Landwirtschaftskammer Oberösterreich (LK).

Es seien typische Merkmale, die auf einen Wolfsriss hinweisen, festgestellt worden, vermeldete die LK nachdem die Wildschadensberatung die toten Tiere untersucht hat. Gewissheit wird es allerdings erst nach der Auswertung von genommenen DNA-Proben geben, die an das Institut für Wildtierkunde an der Veterinär-Uni in Wien geschickt wurden.

Sollte ein Wolf den Schaden angerichtet haben, wird dieser vom Land Oberösterreich beglichen. Der Besitzer wurde gebeten, seine Schafe über Nacht einzusperren und den Stall gegen Wölfe abzusichern. Beunruhigt ist man in der Region, weil die Tiere auf einer Weide nur 20 Meter neben dem Haus des Besitzers gerissen wurden.

Seit einigen Wochen mehren sich Wolfsichtungen in der Region, berichtet LK-Präsident Franz Reisecker. Er fordert ein „aktives Bestandsmanagement“ der Wolfspopulation. Auch im Hinblick darauf, dass die Schafe in den kommenden Wochen auf die Almen getrieben werden.