Chronik | Oberösterreich
17.06.2018

Wie wird das Spiel enden?

Rote Nacht. Die Sozialdemokraten rufen die Halbzeit aus – Geht es ihnen wie Blau Weiß Linz?

Den Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Russland nahmen die Roten zum Anlass, im Rahmen der „Roten Nacht“ die Halbzeit der sechsjährigen Legislaturperiode im Landtag und in den Gemeinden auszurufen. „Wir machen symbolisch den Antoss für die zweite Hälfte“, sagte Christian Forsterleitner, Vorsitzender des Bundes Sozialdemokratischer Akademiker (BSA), in seiner Begrüßung. Seine Organisation lädt traditionell zu diesem Sommerfest ins Linzer Schloss, zu dem 800 Gäste gekommen waren. „Wir sind nach dem erfolgreichen Kampf um das Sozialbudget mit 1:0 in die Pause gegangen“, meinte Landesrätin Birgit Gerstorfer. „Wir werden 2021 mit einem tollen Sieg vom Platz gehen.“ Nicht so euphorisch zeigte sich der Linzer Bürgermeister Klaus Luger. „Als Fan von Blau Weiß Linz habe ich ein bisschen ein Problem mit der Fußballmetapher. Wir sind nämlich am Ende des Spiels meist mit einem schlechteren Ergebnis vom Platz gegangen als zur Halbzeit.“ Die erste Frage, die Lösung der Linzer Verkehrsprobleme, habe man im Griff. 2021 seien die beiden By-pass-Brücken der Autobahnbrücke und die neue Eisenbahnbrücke fertig, die Westringbrücke sei dann voll im Bau. „Im Sozialbereich spielen wir im offensiven Mittelfeld. Es gebe einen Babyboom, „wir müssen die Kinderbetreuung ausbauen“. Hier unterscheide sich Linz ganz deutlich vom schwarz-blauen Land, das die Unterstützung kürze.

SPÖ-Bundesgeschäftsführer-Stellvertreterin Andrea Brunner gab einen Einblick in die soeben angelaufene Mitgliederbefragung zum neuen Parteiprogramm. Unter den Gästen: Der ehemalige Wiener Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny, der Bundesvorsitzender des BSA ist, Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (NÖ), Landesrätin a.D. Gerti Jahn, der EU-Abgeordnete Josef Weidenholzer, die Linzer Vizebürgermeisterin Karin Hörzing und der ehemalige TMG-Geschäftsführer Manfred Eder.