Chronik | Oberösterreich
28.10.2018

Whisky braucht Zeit und Ruhe

Verkostung. Peter Affenzeller aus Alberndorf präsentierte im Hiegelsberger-Büro seine ausgezeichneten Produkte

Er hat ein Händchen. Als Peter Affenzeller 2005 versuchsweise begonnen hat, ein Faß Whisky zu produzieren und er das Ergebnis zu einem Wettbewerb geschickt hat, wurde er gleich mit einer Silbermedaille ausgezeichnet. Inzwischen liegen 150 Whisky-Fässer in seinem Keller in Alberndorf. Er hat die Landwirtschaft komplett auf die Whisky-Herstellung umgestellt, auf den 20 Hektar Grund baut er das dafür notwendige Getreide an. Weitere internationale Auszeichnungen folgten. 2015 hat er ein Caféhaus dazu gebaut, rund 25.000 Besucher kommen jährlich in seine Schauproduktion.

Agrar- und Ernährungslandesrat Max Hiegelsberger präsentierte Mittwochabend in seinem Büro Affenzeller als Beispiel dafür, wie oberösterreichische Produzenten sich international erfolgreich vermarkten. Mit dabei war auch Bundesinnungsmeister Leo Jindrak, dessen Konditormeister Michael Müller Affenzellers Whisky Trüffelkugeln beigemischt hat, die wirklich unglaublich gut schmecken.

Affenzeller ließ die Gäste drei Whisky-Sorten verkosten. Einen Single Malt, zu 100 Prozent aus Gerstenmalz gebrannt und acht Jahre im Eichenfass gereift. Weiters einen Grain-Whisky, der aus Roggen hergestellt wird und über dezente Rauch- und Specknuancen im Geschmack verfügt. Und zum Abschluss ein Whisky-Liqueur mit einem Alkoholgehalt von 33 Prozent, „ein erstklassiger Begleiter zu Desserts und Kaffees oder als Aperitif“.

Affenzeller ist ein leidenschaftlicher Whisky-Hersteller und von seiner Sache überzeugt. Viele Gäste genossen seine Produkte, unter ihnen der neue Landesdirektor für den ländlichen Raum, Hubert Huber, und Genussland-Hofrätin Maria-Theresia Wirtl. Schottland und Irland würden bis heute streiten, wer der Whisky-Erfinder sei, erzählte Affenzeller. Die erste nachweisliche Whisky-Steuerklärung stamme jedenfalls von einem schottischen Mönch aus dem Jahr 1492.